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TuS Koblenz

Sander gehen die Abwehrspieler aus

Koblenz Zwei Siege in Folge sollen für TuS Koblenz noch längst nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Daran sollen im Vorfeld der Partie auch die Verletzungsnöte nichts ändern.

Petrik Sander schmunzelt, aber wirklich lustig findet er das Ganze nicht. Da hat der Trainer von TuS Koblenz eigentlich einen ziemlich üppigen Kader zur Verfügung, der aber ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison ausgedünnt ist. Vor der heutigen Partie beim MSV Duisburg klemmt es vor allem im zentralen Mittelfeld, in der Innenverteidigung darf die Situation als ziemlich kritisch angesehen werden.

"Vielleicht wäre ja Wolfgang Loos ein Thema", sagt der Coach mit Blick auf den Manager. Der wusste einst als Zweitliga-Profi des VfL Osnabrück ordentlich auszuteilen - zu einer Zeit, als der Innenverteidiger noch Vorstopper hieß. Loos ist allerdings schon 54; auch für Co-Trainer Uwe Koschinat (38), der zu Oberliga-Zeiten der TuS die Abwehr zusammenhielt, werden die Koblenzer wohl keine nachträgliche Spielberechtigung beantragt haben.

Spaß beiseite: Vermutlich wird sich erst kurzfristig entscheiden, wen Sander heute überhaupt im Abwehrzentrum aufbieten kann. Neben Benjamin Lense, der aufgrund von Bänderproblemen definitiv ausfällt, hat es unter der Woche nämlich auch dessen Vertreter Dominique Ndjeng erwischt. Der 29-Jährige musste nach Problemen an den Adduktoren das Training abbrechen, Einsatz unwahrscheinlich. Am Mittwoch meldete sich zu allem Überfluss auch noch Matej Mavric wegen eines Magen-Darm-Infekts ab. Bleiben als gelernte Innenverteidiger nur noch Martin Hudec und Rico Morack übrig. Ersterer hat diese Woche aufgrund eines Trauerfalls in der Familie ebenfalls nicht trainiert, Letzterer ist in der Rückrunde noch ohne eine Minute Einsatzzeit im Zweitliga-Team. Ach ja, auch Manuel Hartmann, der schon erfolgreich in der Abwehr ausgeholfen ist, fehlt nach wie vor wegen eines Muskelfaserrisses an den Adduktoren. "Es ist schon bitter, wenn gleich drei Leute für eine Position ausfallen", sagt Sander, "wir werden jedenfalls alles versuchen, um zumindest Mavric spielfähig zu bekommen."

Dass im Mittelfeld obendrein der Brasilianer Everson seine fünfte Gelbe Karte abbrummen muss, soll aber niemanden im Lager der TuS dazu verleiten, sich mit negativen Gedanken zu beschäftigen. Die Tatsache, dass Sander während der Mitgliederversammlung am Dienstag mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde, zeigt: Nicht nur im Team, sondern auch im gesamten Umfeld macht sich nach den beiden Siegen in Ahlen sowie gegen Fürth Aufbruchstimmung breit. "Die Mannschaft hat ein feines Gespür dafür, was um sie herum passiert", will Sander den Rückhalt nutzen, um die Mini-Serie auszubauen und ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf zu setzen.

Für den Trainer ist damit gleichzeitig der Zeitpunkt gekommen, einmal mehr darauf hinzuweisen, "dass es sicher nicht funktionieren wird, wenn wir dahin fahren und denken, dass es einfach so weitergeht". Der Grat zwischen Selbstsicherheit und Selbstüberschätzung sei eben ein schmaler, fährt er fort. Als kleiner Zusatz dient auch der Hinweis, dass die Koblenzer nach wie vor auf Platz 17 rangieren. Nein, bei null anfangen und die positiven Elemente aus den vergangenen Wochen erneut auf den Platz bringen - so soll der Koblenzer Plan in der MSV-Arena aussehen.

Klar, dass auch die Unruhe beim MSV ein Faktor für die Koblenzer werden soll. Sander: "Jede Minute, in der wir die Null halten, hilft uns." Überflüssig zu erwähnen, dass dabei nicht nur die beiden noch unbekannten Abwehrspieler gefordert sein werden. Sven Sabock

RZO



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