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Lage im Abstiegskampf verschärft sich

TuS Koblenz zeigt Lethargie statt Leidenschaft

Duisburg Rückschlag im Abstiegskampf für TuS Koblenz: Weil der Zweitligist im Auswärtsspiel nach einem 1:4 in Duisburg leer ausging und der direkte Konkurrent FSV Frankfurt gewann, beträgt der Abstand zum Relegationsplatz wieder fünf Punkte.

Die TuS Koblenz und ihre Anhänger stehen vor einem nervenaufreibenden Endspurt der Zweitligasaison 2009/2010. Nachdem die Elf von Petrik Sander im Kampf um den Klassenverbleib zuletzt massiv Boden gutgemacht hatte, ist die Lage nach dem 1:4 beim MSV Duisburg und dem 2:1 des FSV Frankfurt gegen Union Berlin wieder äußerst prekär geworden. Ursache der TuS-Pleite war ein mangelhaftes Abwehrverhalten. „Es hat nichts zusammengepasst“, ärgerte sich Coach Sander, „wenn wir nicht an unsere absolute Leistungsgrenze gehen, haben wir keine Chance.“

Die Partie in der MSV-Arena war wieder einmal der lebendige Beweis dafür, dass der Fußball zu den unkalkulierbaren Dingen des Lebens gehört. Wer dachte, die TuS würde an die Leistungen der Vorwochen anknüpfen und sich den angeknacksten Duisburgern mit breiter Brust entgegenstellen, sah sich gründlich getäuscht. Lethargie statt Leidenschaft prägte die Aktionen der Koblenzer, die offenbar nicht die Gunst der Stunde erkannten, dem Tabellen-16. FSV Frankfurt weiter auf die Pelle zu rücken.

Nein, die Koblenzer bekamen auf dem geschundenen Grün einfach keinen Zugriff auf das Spiel und schon gar nicht auf den Gegner. Warum? Weil sie das kleine Einmaleins des Fußballs nicht beherzigten. Die TuS-Kicker gaben in den Zweikämpfen artig Geleitschutz und weigerten sich schlicht, der Sasic-Elf Einhalt zu gebieten. Resultat des Ganzen war eine ziemlich einseitige erste Halbzeit. Der MSV konnte mühelos den den Ball zirkulieren lassen und tauchte nahezu im Fünf-Minuten-Rhythmus gefährlich vor dem TuS-Tor auf.

Wobei das Strickmuster eigentlich recht einfach zu durchschauen war. Nahezu jeder Diagonalball von MSV-Oldie Ivica Grlic (34) brachte die Koblenzer in Verlegenheit. Die Quittung für derlei sorgloses Defensivverhalten ließ allerdings bis zur 26. Minute warten, als Srdjan Baljak eine Flanke von Olcay Sahan nur noch einschieben musste. Gegenwehr: Fehlanzeige. Die TuS-Abwehr war gestern Abend das gelebte Chaos.

Doch damit nicht genug: Wenn die Koblenzer denn mal den Ball hatten, schenkten sie ihn mit schlampigen Pässen prompt wieder her. Kein Wunder, dass es Sander schon kurz vor dem Pausenpfiff zu bunt wurde – der TuS-Trainer wechselte gleich zwei Spieler aus. Für den indisponierten Tom Geißler kam Martin Hudec, Christian Müller ersetzte Emmanuel Krontiris. Zudem rückte der überraschend als Innenverteidiger aufgebotene Frank Wiblishauser auf die linke Defensivseite.

Als sich dann auch noch Torwart David Yelldell unmittelbar nach Wiederanpfiff dem Niveau seiner Vorderleute anpasste und einen 22-Meter-Schuss von Sahan zum 2:0 passieren ließ (48.), nahm das Schicksal seinen Lauf.

Die TuS schöpfte zwar im direkten Gegenzug mit dem 2:1 durch Matej Mavric neue Hoffnung (49.), verteidigte aber insgesamt einfach zu schlecht, um Ansprüche auf einen Punktgewinn anzumelden. Frank Fahrenhorst beendete mit dem 3:1 in der 64. Minute die kurzzeitige Drangperiode der Koblenzer, in der Anel Dzaka sogar die Chance zum Ausgleich hatte. Stattdessen war Caiubys Tor zum 4:1 (87.) letztlich auch ein Beleg für die schwache Koblenzer Leistung

Konsequenz des ziemlich verpatzten Auftritts von Duisburg: Im nächsten Heimspiel am Ostersonntag gegen Aufsteiger Paderborn muss für die TuS nun ein ähnlicher Kraftakt her wie zuletzt gegen Greuther Fürth. Und vor allem drei Punkte.

Sven Sabock (RZ); Fotos: Roland Weihrauch (dpa)

RZO



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