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Rosberg bremst bei Reizthema Schumacher

Melbourne Beim Reizthema Rivalität mit Rekordweltmeister Michael Schumacher muss sich Nico Rosberg bremsen.

«Bei jeder Antwort muss ich überlegen. Ich möchte nicht mehr sagen, wie ich denke», erklärte der sich sichtlich unwohl fühlende Mercedes-Pilot in Melbourne.

«Ich möchte keine Schlagzeilen lesen , ich würde Michael wieder schlagen», sagte Rosberg. Und um seine Aversion zu verdeutlichen, fügte er noch hinzu: «Man kann nicht mehr sagen, was man denkt.» Rosberg fürchtet, dass ihm bei dieser hochsensiblen und heiklen Angelegenheit zu leicht die Worte im Munde verdreht werden könnten.

Bewusst spielt Rosberg deshalb seinen «Sieg» über den Rückkehrer beim Formel-1-Saisonstart herunter. Beim Großen Preis von Bahrain fuhr er in Training, Qualifikation und Rennen jeweils schneller als der 17 Jahre ältere Routinier aus Kerpen bei seinem Comeback nach drei Jahren Pause. «Das ist keine Genugtuung», versicherte Rosberg. «Das Wochenende ist gut gelaufen und das freut mich.» Und als ob er Angst hätte, dass diese positive Wertung gleich wieder gegen ihn ausgelegt werden könnte, beteuerte der 24 Jahre alte Wiesbadener: «Wenn man die Plätze fünf und sechs belegt, ist es wurscht, wer vorne liegt. Wir wollen gemeinsam Erster und Zweiter werden - und dann wird man sehen.»

Bei so viel verbaler Defensive des auf der Piste hart attackierenden Rosberg entsteht beinahe der Eindruck, als ob ihm das Team zum Thema stallinternes Duell einen Maulkorb verpasst hätte. Der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg erklärte aber, dass er sehr wohl genügend Selbstvertrauen besitze, um Stellung zu beziehen, und er sich auf den direkten Kräftevergleich mit dem siebenmaligen Champion freue. Wichtig ist für den von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zu «einer Handvoll Weltklasse-Fahrer» gezählten Wahl-Monegassen, dass ihm dies nicht als Arroganz ausgelegt wird: «Ich habe Selbstbewusstsein, bin aber nicht Rosberg, das Großmaul.»

Locker wird der Silberpfeil-Neuling nur beim sportlichen Aspekt. Obwohl der Albert Park Circuit nicht sein Lieblingskurs ist, hat er hier immer gut abgeschnitten. 2008 feierte er im Williams-Renault als Dritter des Großen Preises von Australien seinen ersten Podestplatz; zudem landete er in Melbourne dreimal in Serie in den Punkten. Etwas Zählbares ist auch in Melbourne das Ziel. «Wir kämpfen momentan mit McLaren um den dritten Platz bei den Teams», sagte er. «Mal schauen, ob es reicht, sie zu schlagen.» Red Bull und Ferrari räumt Rosberg einen kurzfristig nur schwer aufzuholenden Vorsprung ein. «Ich bin überzeugt, dass wir wieder ein sehr starkes Rennwochenende haben werden. Wie es im Verhältnis zum Teamkollegen läuft, werden wir sehen.» Von Elmar Dreher, dpa

dpa-infocom


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