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Bahnvierer enttäuscht bei Rad-WM - Nimke Vierter

Kopenhagen Schwarzer Freitag für die deutschen Bahnfahrer: Die Asse des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) sind am dritten Tag der Weltmeisterschaften in Kopenhagen an den Medaillen vorbeigefahren.

Titelverteidiger Stefan Nimke musste sich im 1000-Meter-Zeitfahren mit dem vierten Platz zufriedengeben und verpasste beim Sieg des Niederländers Teun Mulder nur um 6/100 Sekunden die Bronzemedaille. Der deutsche Bahnvierer enttäuschte auf ganzer Linie und verpasste als Zehnter die Finalläufe deutlich. «Das Ergebnis ist eine Enttäuschung. Der heutige Tag ist ein Schlag ins Kontor», sagte Bundestrainer Andreas Petermann nach der schlechtesten Platzierung der jüngeren WM-Geschichte.

Für Nimke, der zum Auftakt der Titelkämpfe im Teamsprint die Goldmedaille gewonnen hatte, verlief der Abend ebenfalls bitter. Der Schweriner benötigte in der Ballerup Super-Arena 1:01,086 Minuten und bestätigte nicht die Prognose von Bundestrainer Detlef Uibel, der gesagt hatte: «Nimke ist sicherlich in der Lage, seine Goldmedaille zu verteidigen.» Nimke haderte vor allem mit seinem Lenker. Von den Renn-Kommissaren wurde unmittelbar vor dem Lauf der Zeitfahraufsatz nicht abgenommen. «Das war alles andere als optimal. Ich war sehr auf das Material konzentriert, das hat sicher die entscheidende Zeit zur Medaille gekostet», sagte Nimke. Uibel sprach von einem verkrampften Lauf: «Trotzdem hatten wir natürlich mit einer Medaille gerechnet.»

Statt des 32 Jahre alten Nimke durfte Mulder jubeln, der vom Erfurter Ex-Sprint-Weltmeister René Wolff trainiert wird. Der Niederländer fuhr mit 1:00,341 Minuten einen Flachbahn-Weltrekord. Silber und Bronze gingen an die Franzosen Michael D9Almeida (1:00,884) und Francois Pervis (1:01,024). Der Erfurter René Enders als Zwölfter und der deutsche Meister Joachim Eilers (Chemnitz) auf Platz 16 konnten nicht in die Entscheidung eingreifen.

Den Titel in der 4000- Meter-Mannschaftsverfolgung hat der australische Bahnvierer gewonnen. Das Quartett vom Fünften Kontinent besiegte im Finale in 3:55,654 Minuten Olympiasieger Großbritannien (3:55,806). Platz drei ging an Neuseeland vor Titelverteidiger Dänemark. Wenige Stunden zuvor hatte nach dem desaströsen Ergebnis des Bahnvierers fast schon Weltuntergangsstimmung im BDR-Lager geherrscht. Henning Bommel (Berlin), Patrick Gretsch (Erfurt), Robert Bartko (Potsdam) und Robert Bengsch (Berlin) blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Quartett benötigte 4:07,265 Minuten und war damit langsamer als in den vergangenen drei Jahren. «Der Bundestrainer hat den Auftrag, in London eine Medaille zu holen. Wir erwarten jetzt eine schlüssige Erklärung für dieses Ergebnis», forderte BDR-Delegationsleiter Udo Sprenger.

Altmeister Bartko gab sich selbstkritisch: «Wir hatten eine gute Vorbereitung, haben aber die selbstgesteckten Ziele nicht erreicht.» Der Doppel-Olympiasieger von Sydney 2000 versuchte aber als einziger, etwas Optimismus zu verbreiten. «Wir dürfen jetzt die Flinte nicht ins Korn werfen. Das erste was man als Leistungssportler lernen muss, ist nach Niederlagen wieder aufzustehen.»

Sein Bundestrainer Petermann hatte für das einstige BDR-Flaggschiff eine Zielzeit von 4:03 Minuten ausgegeben. «Wir nehmen aber nicht Abstand von unserem Ziel, 2012 in London um eine Olympia- Medaille zu fahren», betonte der Coach. 2008 hatte sich der deutsche Bahnvierer nicht für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert.

Einen enttäuschenden 16. Platz im Scratch-Rennen hat Elke Gebhardt aus Merdingen belegt. Weltmeisterin wurde die Französin Pascale Jeuland vor Yumari Gonzalez aus Kuba. Bronze ging an die Australierin Belinda Goss. Das Rennen wurde von zwei schweren Stürzen überschattet. Die Amerikanerin Shelley Evans musste mehrere Minuten auf der Bahn behandelt werden.

dpa-infocom



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