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Kosmetik

Blütenrausch mit Nostalgie: Die neuen Sommerdüfte

Hamburg Unbeschwert, blumig und träumerisch: So duftet der Sommer aus den Flakons der neuen Parfüms.

Ein schwelgerischer Rausch von Blüten wie Jasmin und Maiglöckchen beschwört Urlaubsfantasien.

Frische Obst-Nuancen wie Ananas und Melone vertreiben den Winterblues. Und irgendwie erinnern die Parfüms auch an schöne Momente aus der Vergangenheit. «Es gibt dieses Jahr eine Renaissance von Retrodüften aus den 70er Jahren», sagt Peter Wippermann vom Trendbüro in Hamburg.

Dahinter stecke das Ziel, mit Düften schöne Erinnerungen an vergangene Zeiten zu wecken. «Der süßliche und barocke Duft von Jasmin, Magnolien und Gardenien erinnert an die 70er und steckt deswegen kommende Saison in vielen Flakons», erklärt er. Verbunden mit Veilchen und Maiglöckchen verleihe er Parfüms einen geradezu kindlichen und natürlichen Charme. «Gute Laune und Schmetterlinge im Bauch zaubern Duftaromen aus Früchten, wie Pampelmuse, Cassis, aber auch Frangipani - das sind die Favoriten im Duftbaukasten», ergänzt Birgit Hotopp, Beautyexpertin vom VKE-Kosmetikverband in Berlin.

Die Düfte fallen dabei saisonal bedingt leichter und frischer aus. «Betont grüne und aquatische Noten setzen bei den Damen jetzt trendgerechte Akzente», sagt Britta John vom Parfümerieverbund Beauty Alliance in Bielefeld. Auch stehen jetzt viele Eau de Toilettes in den Regalen. «Ein Eau de Toilette ist leichter und in der Konzentration des Duftes geringer dosiert als ein Parfüm oder Eau de Parfum - somit ist es der bessere Begleiter für den Sommer.»

Eine «Ode an die Weiblichkeit» richtet beispielsweise Georgio Armani mit seinem blumigen Eau de Toilette «Idole d'Armani». Das Herz bildet eine aquatisch-grüne Jasminnote. Maiglöckchen und Flieder treffen bei «Idylle» von Guerlain auf eine Komposition von Bulgarischer Rose mit Litschi- und Himbeerakzenten. Ebenfalls romantisch zeigt sich «Eau de Fleurs» von Chloé in den drei Varianten Lavendel, Kapuzinerkresse und Bitterorange. Rosen, grüner Tee und Schwertlilie bilden das Herz von «Rose Summer» von Paul Smith.

Den Frühling ins Herz zaubert auch Donna Karan mit dem neuen Sommerduft «DKNY love from new york». Das Eau de Parfum soll die Erinnerung wecken an einen Spaziergang mit dem Liebsten durch den Central Park und einer romantischen Bootsfahrt über den Hudson River. Der Duft spielt mit Wasserlilie und Freesien, die sich mit Mandarine und schwarzer Johannisbeere vereinen, umhüllt von weißen Lilien und Veilchennoten.

Neben diesen nostalgischen Düften findet sich auch eine Reihe erfrischender Düfte in den Regalen. Birnensorbet verleiht «Code summer» von Armani Kühle. Spritzig und dynamisch kommt «Burberry Sport for women» daher. Meersalz und Mandarine bestimmen den Duft, während die Herznote mit Magnolie einen weiblichen Charakter offenbart. Ebenfalls feminin, aber provokanter zeigt sich Versace mit «Versus». Patschouli und Moschus machen den Fond sinnlich, fruchtiger Sternapfel verleiht dem Duft Energie.

Fruchtig und zugleich sinnlich präsentiert sich «Heat» von Calvin Klein mit einer Kombination von Guave und Himbeere, abgerundet mit Karamell. Exotik verspricht «Bronze Goddess» von Estée Lauder. Kokosnussmilch und Sandelholz mit Gardenienblüten aus Tahiti erinnern an einen Tag am Meer. Für Abkühlung sorgt hingegen «Cool Water Woman Ice Fresh» von Davidoff mit Ananas, Melone und Minzblättern.

Die männliche Sommerhaut kühlt gefrostete Limettenschale verbunden mit Wacholder im «Cool Water Man Ice Fresh» von Davidoff. «Bei den Herrendüften kommen wieder verstärkt klassische Elemente wie Wildledernoten zum Einsatz, die jedoch mit modernen Noten kombiniert werden und so dem Duft Raffinesse und Modernität verleihen», sagt John. Im Trend lägen auch aromatische Fougère-Düfte, also frisch-krautige Noten, die modern inszeniert seien.

So verleihen grüne Blätter und gekühlte Gurke dem Herrenduft «Eternity Aqua» von Calvin Klein Frische und Eleganz. Die Variante «Eternity for men Summer» hingegen wirkt schon wärmer: Sie basiert auf Teakholz und einer salzigen Meeresbrise. Richtig heiß wird es mit «Hot Contact» von Joop, der mit einem explosiven Cocktail aus warmen Safran, gefrosteter Minze und Lakritz aufwartet. In der Sonne auf Parfüm verzichten Sonnenbaden und parfümierte Haut vertragen sich nicht gut. «Die Kombination von UV-Licht und den Inhaltsstoffen eines Parfüms kann Hyperpigmentierungen hervorrufen, also bräunliche Verfärbungen auf der Haut, die nur allmählich wieder verblassen», sagt Britta John vom Parfümerieverbund Beauty Alliance in Bielefeld. Wer sich intensiv der Sonne aussetzen wolle, sollte deswegen lieber auf Parfüms verzichten, oder einen Sun-Safe-Duft wie etwa «Sun» von Jil Sander verwenden. Von Patrizia Schlosser, dpa

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