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Bunte Ringel und prunkvolle Steppenvölker

Paris Scharfe Schnitte und das wohlige Schauern schwarzer Romantik markierten das Defilee von Givenchy-Designer Riccardo Tisci bei den Prêt-à-Porter-Schauen (2. bis 10. März) der Damenmode für Herbst/Winter 2010/11 in Paris.

Er zeigte phantastisch geschnittene Kamelhaarmäntel, zarte Spitzenblusen und -kleider in Schwarz, Weiß oder Blutrot und sexy Hosenanzüge. Hinzu kamen feine Oberteile mit Straußenfedern und etwas Alpenlook mit abgewandelten Ski-Pullovern.

Bei Sonia Rykiel gab es maskuline Oversize-Anzüge in Brauntönen oder warmem Rot. Natürlich war auch viel Strick zu sehen - in bunten Ringeln oder leuchtendem Blau - und das kokette Spiel mit Pelz, Spitze und Seide: Rykiel bleibt die Marke der echten Pariserin.

John Galliano liebt das Theater, daher prunkte seine Schau mit ausladenden Mänteln, kostbaren Seidenroben, üppigen Stickereien und Fellbesatz. Alles wirkte ein wenig, als habe Anna Karenina einen Ausflug zu über Nacht reich gewordenen Steppenvölkern gemacht.

Ausgewogene Entwürfe präsentierte Martin Grant: Schöne Kleider für schöne Frauen - mit Kurzarm und in grauen Herrenstoffen -, ein knautschiger cognacfarbener Ledertrench, Satin in Yves-Klein-Blau und existenzialistische Rollkragenpullover.

dpa-infocom