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Strategisch ausmisten: Frühjahrsputz im Kleiderschrank

Berlin/Hamburg Allmählich steigen die Temperaturen.

Im Kleiderschrank nehmen dicke Winterjacken, Rollkragen-Pullover und XXL-Schals aber immer noch der Frühjahrsmode den Platz weg.

Damit das Zusammenstellen des Outfits nicht jedes Mal mit Bücken, Kriechen und Zur-Seite-Schieben verbunden ist, sollte einmal richtig ausgemistet werden. Die richtige Strategie hilft dabei, auf Dauer Platz zu schaffen.

Gerade das Frühjahr eigne sich wunderbar, um im Kleiderschrank mal «klar Schiff zu machen», sagt die Stilberaterin Lisa Zimmermann aus Berlin. Wenn die Sonne hervorkommt und die Temperaturen steigen, wächst auch die Lust auf Veränderung. «Nicht umsonst fangen viele Leute gerade im Frühjahr auch mit einer Diät an.» Und mit einem alljährlichen Frühjahrsputz im Kleiderschrank lasse sich Chaos im Kleiderschrank vermeiden.

Man muss es aber ernst meinen , betont Zimmermann. Und es brauche Zeit für den Frühjahrsputz im Kleiderschrank - «mindestens einen halben Tag». In einem zweiten Schritt müssen klare Fragen her - und sie brauchen ehrliche Antworten, damit am Ende weniger im Schrank liegt: Was passt zu mir und meinem Körper? Wie sieht mein individueller Stil aus? Wo liegen meine Vorlieben? «Wir alle werden stark von Trends beeinflusst. Das, was uns vor ein paar Monaten noch gefiel, empfinden wir mittlerweile als nicht mehr tragbar oder langweilig», erläutert Zimmermann.

Anschließend geht es ans Eingemachte. Die Psychologin rät, den Kleiderschrank auszuräumen und nur noch die Teile drin zu lassen, die auf jeden Fall bleiben sollen. Alle weiteren Klamotten sollten auf vier Stapeln verteilt werden. «Auf den ersten Stapel kommt das, was in den vergangenen ein bis zwei Jahren gar nicht mehr getragen wurde - auf den zweiten alles, was nicht mehr passt.» Auf dem dritten Stapel finde sich all das wieder, was Mängel hat - was zum Beispiel kaputt oder verfärbt ist. Und auf den vierten wandert das, was mehrmals vorhanden ist. «Oft hat man drei oder vier blaue Pullover im Schrank oder mehrere schwarze Hosen.»

Gitta Kleinesper aus Hamburg weiß , wie es dazu kommt: «Viele Leute haben bestimmte Kleidungsstücke jahrelang im Schrank, weil sie eine emotionale Bindung dazu haben oder sich der Kauf noch nicht rentiert hat.» Manche Lieblingsteile blieben weiter im Schrank, obwohl sie schon sehr abgetragen sind - denn es hat sich noch kein passender Ersatz gefunden, erklärt Kleinesper, die eine Service-Agentur für Ordnung und Organisation im Kleiderschrank betreibt.

Damit das Aussortieren nicht ganz so schwer fällt, rät Kleinesper, doppelte Stücke vorerst in einer Kiste zu verstauen und nicht gleich wegzuschmeißen. «Wenn der Karton dann über ein Jahr im Keller steht und nicht vermisst wird, kann man die Teile getrost wegwerfen oder irgendwie zu Geld machen.»

Alle Kleidungsstücke, die nach dem Aussortieren noch auf einem der Stapel liegen, weil man sich von ihnen nicht trennen will, wandern wieder in den Schrank. Der besseren Übersicht wegen rät Kleinesper, im Schrank Freizeit- und Business-Outfits zu trennen. «Außerdem sollten jeder Rock, jede Hose und jedes Kleid einen eigenen Bügel bekommen. Das schafft Übersicht und macht die Zusammenstellung am Morgen viel leichter.»

Wer Zeit und Lust dazu hat, kombiniert das Übriggebliebene vor dem Einräumen zu kompletten Outfits. So werde schnell klar, was neu gekauft werden muss, sagt Zimmermann. «Vorbereitend auf den kommenden Sommer gehört auf jeden Fall etwas in der Trendfarbe Weiß in den Kleiderschrank», sagt die Modeberaterin Birgit Getter aus Düsseldorf. Das lasse sich wunderbar zu Rot kombinieren. «Auch dunkle Basics dürfen nicht fehlen.» Bei der Gelegenheit könne man auch gleich den Einkaufszettel für die nächste Shoppingtour mit der Freundin schreiben, empfiehlt Kleinesper. Enge Vertraute müssen nicht die bessere Hilfe sein Wer Mühe hat, sich zum Ausmisten zu motivieren, gestaltet das Vorhaben als Happening und lädt eine Freundin dazu ein. «Mit schöner Musik und einem Glas Prosecco zum Beispiel lassen sich auch ungeliebte Tätigkeiten zelebrieren», sagt die Stilberaterin Lisa Zimmermann aus Berlin. Eine zweite Person hilft bei der Beratung. «Sie sollte aber auf jeden Fall Geschmack haben und ehrlich sein», sagt Gitta Kleinesper, Chefin einer Service-Agentur für Ordnung und Organisation im Kleiderschrank. Die beste Freundin sei nicht immer so neutral, wie man es gern hätte. Auch der Ehemann sollte nur dazugebeten werden, wenn er wirklich Lust hat, rät Kleinesper. «Wer auf Nummer sicher gehen will, holt sich lieber jemanden, zu dem keine so emotionale Bindung besteht.» Von Manja Greß, dpa

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