pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
 Magazin-Thema 

Musikmesse: WM-Gitarre und Mischinstrument

Frankfurt/Main Ein Gitarrenfußball für die WM, ein tragbares elektronisches Songbuch für den Gitarrenhals sowie ein Mischinstrument aus Fagott und Gitarre für den Live-Auftritt: Das sind einige der Neuheiten auf der Frankfurter Musikmesse.

«Elektronische Musikinstrumente, Digitalisierung sowie kleine bewegliche Geräte, die es ermöglichen, schneller zu kommunizieren und zusammenzuspielen», beschreibt Cordelia von Gymnich von der Messe-Gesellschaft die Trends. Schwerpunkt unter den rund 30 000 Produkten, die die 1510 Aussteller aus aller Welt von diesem Mittwoch bis Samstag zeigen, sind aber Gitarren, Bässe, Schlagzeuge und Klaviere - dieses Jahr sind auch die namhaften europäischen Klavierhersteller nach einem Jahr Pause wieder am Main vertreten.

Zu den Highlights bei den Gitarren gehören der rund 250 Euro teure schwarz-weiße Gitarrenfußball mit eingebautem Verstärker und Lautsprecher, den der japanische Hersteller Aria zur WM in Südafrika entworfen hat. Gut gesichert hinter Glas werden die beiden - nach Darstellung der Messe - wertvollsten Gitarren der Welt ausgestellt: Eric Claptons «Black» und die «Lenny» des Bluesmusikers Stevie Ray Vaughan - Gesamtwert rund 1,8 Millionen US-Dollar.

1000 Veranstaltungen rund um die Musikmesse

Die Sonderausstellung mit seltenen Instrumenten in Halle 4.1. ist eine von rund 1000 Präsentationen, Konzerten, Preisverleihungen, Auftritten und Seminaren rund um die Messe. «Es gibt ordentlich was für die Ohren und was auf die Ohren», scherzt Messe-Geschäftsführer Detlef Braun.

Dafür sorgen unter anderem die Sängerin Pe Werner, die Blues-Gitarristin Ana Popovic mit Band, die Rockband Rattles und Hardrocker Axel Rudi Pell. Scorpions-Gitarrist Matthias Jabs, mehrere Musiker der Bands Rammstein, Tote Hosen und Revolverheld gehören zu den zahlreichen Musikern, die Autogramme geben. Sängerin Mimi Müller-Westernhagen - Tochter von Marius Müller-Westernhagen - nimmt eine neue Gitarre entgegen, die eigens für ihre kommende Tournee gebaut wurde. Der Bassist der Red Hot Chili Peppers präsentiert seinen eigenen Flea-Bass, der für wenig Geld und mit besonderen Eigenschaften den Einstieg in das Bassspielen leichter machen soll und zu den Neuheiten der Musikmesse zählt.

Kaum größer als ein iPhone ist dagegen das von Andy Hirst aus Dublin erfundene i-tab. Rund 150 Euro soll das tragbare digitale Songbuch kosten, wenn es in wenigen Wochen auf den Markt kommt, wie Hirst erzählt, Chef der 15 Mann großen gleichnamigen Firma. Auf die Gitarre gesteckt laufen einige tausend Songs inklusive Texte und Akkorde. Metronom und Video können zugeschaltet werden, bedient wird es mit wenigen Klicks mit dem Plättchen auf dem Display.

Drei verschiedene Mischinstrumente aus Fagott, Gitarre und Sequenzer präsentiert das Unternehmen «eigenlabs» aus Großbritannien. «Eigenharp» heißen die schmalen, länglichen und handlich elektronischen Instrumente aus Silber, Pianolack oder glänzendem Holz, bei denen mit leuchtenden Tasten und Mundstück ganz unterschiedliche Musikrichtungen erklingen und dazu noch visuelle Effekte erzeugt werden können. Zwischen 500 und 4800 Euro kosten die drei unterschiedlich großen Instrumente, die Musikschleifen spielen, aufnehmen, Tonarten und Tempo ändern, Beats programmieren und Klänge beliebig über die Tastatur verteilen können. «Und das alles während des Auftritts», verspricht der Erfinder John Lambert. Von Ira Schaible, dpa

dpa-infocom