pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Wirtschaft     » Börse     » Fonds

Devisen: Unsicherheit über Griechenland-Hilfe drückt Euro auf Drei-Wochen-Tief

FRANKFURT - Die Unsicherheit über Hilfen für das hochverschuldete Griechenland in der Eurozone hat den Euro am Montag auf den tiefsten Stand seit knapp drei Wochen gedrückt. Zeitweise sackte der Euro mit 1,3464 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit dem 2. März. Bis zum späten Nachmittag zeigte sich die Gemeinschaftswährung mit 1,3523 Dollar wieder etwas erholt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3471 (Freitag: 1,3548) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7423 (0,7381) Euro.

"Die Unsicherheit, ob es zu einer Lösung in Griechenland kommt, lastet auf dem Euro", sagte Devisenexperte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Sollte sich im Verlauf der Woche abzeichnen, dass Berlin bei seiner konsequenten Haltung gegen konkrete Hilfszusagen bleibe, dürfte der Euro weiter unter Druck geraten. "Man muss fast befürchten, dass die Sache eskalieren könnte, wenn keine konkreten Zusage kommt", sagte Keller. Griechenland hatte jüngst mehrfach auch ein Eingreifen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Gespräch gebracht.

In der Eurozone besteht derzeit offenbar keine Einigkeit über das konkrete Vorgehen. Während insbesondere Griechenland und Frankreich auf eine schnelle Einigung dringen, bleibt die deutsche Regierung weiter zurückhaltend. Die Bundesregierung wies am Montag die Forderung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vom Wochenende nach einem "Notfallplan" für Griechenland zurück. "Wir sehen derzeit keine Notwendigkeit, über irgendwelche Eventualitäten heute schon abschließend zu entscheiden", sagte Außenminister Guido Westerwelle. Griechenland habe nicht um Geld gebeten. Deshalb gebe es auch keinen Entscheidungsbedarf. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dämpfte erneut die Erwartungen, dass die EU-Staats- und Regierungschefs diese Woche einen Notfall-Plan beschließen werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89900 (0,89450) britische Pfund , 121,25 (122,86) japanische Yen und 1,4348 (1,4374) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.097,25 (1.105,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26.344,35 (26.598,25) Euro.

dpa-infocom