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«Spiegel»: Daimler hatte früh Hinweise auf Korruption

Stuttgart - Der Daimler-Konzern hatte nach einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» bereits im Jahr 2000 Hinweise auf Korruption im Unternehmen. Sie seien aber ignoriert worden, hieß es.

Es habe Vertriebsmanager gegeben, die sich «gegen eine Kontrolle von Konten» gewehrt hätten, über die «offenbar Schmiergeldzahlungen abgewickelt wurden». Das Magazin beruft sich auf die Klageschrift der USA gegen Daimler.

Danach habe der ehemalige Chef der internen Revision des Konzerns bereits im Mai 2000 gewarnt, mit Hilfe von «internen Fremdkonten» unsaubere Zahlungen im Ausland zu leisten. Daimlers Revisionschef schlug vor, seine Abteilung solle diese Konten kontrollieren, «juristisch problematische Zahlungen identifizieren» und unterbinden. Dem habe sich die Vertriebsabteilung des Konzerns aber widersetzt, klagte der Revisor nach «Spiegel»-Angaben.

Nach jahrelangen Ermittlungen hatte das US-Justizministerium Daimler zu Wochenbeginn der Korruption in mindestens 22 Ländern angeklagt. Der Autohersteller soll insgesamt 185 Millionen Dollar Strafe zahlen. Er bekannte sich schuldig. Ein Richter muss dem ausgehandelten Vergleich aber noch am 1. April zustimmen.

dpa-infocom