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Hochspannung

Nürburgring-Partner hat noch mehr Schulden

Rheinland-Pfalz Hochspannung am Nürburgring: Die Vertragsverhandlungen über das neue Geschäftsmodell an der Rennstrecke sollten gestern bis in den späten Abend dauern.

Dabei spielen wohl auch die Summen eine Rolle, die Ring-Investor Kai Richter noch zu zahlen hat.

Die Firmen von Kai Richter, Investor und künftiger Mitgesellschafter am Nürburging, sind bei der landeseigenen Ring GmbH nicht nur mit Pachtzahlungen im Rückstand. Unserer Zeitung liegen detaillierte Papiere vor, wonach die Richter-Gruppe aktuell sogar insgesamt 731 595,83 Euro an die Ring GmbH und ihre 50-Prozent-Tochter „Cash Settlement Ticketing“ zahlen muss.

Für die meisten Forderungen ist die Fälligkeit abgelaufen und es wurde angemahnt. Es gibt aber keine offiziellen Mahnbescheide. Das erklärte Richter in Abstimmung mit Ring-Geschäftsführer Hans-Joachim Koch auf unsere Nachfrage. „Bezüglich etwaiger offener Forderungen laufen derzeit zielführende Gespräche der Beteiligten“, lautete die gemeinsame Auskunft, eilig gegeben zwischen zwei Verhandlungsrunden.

Und da gibt es einiges zu klären. Größter Brocken ist der Erbpachtzins 2009 für die Grundstücke des Vier-Sterne-Hotels sowie des Erlebnisdorfes „Grüne Hölle“ in Höhe von 163 890 Euro (unsere Zeitung berichtete). Ein Dreivierteljahr nach der Eröffnungsfeier für den neuen „Ring 2009“ stehen aber auch noch die Kostenanteile von Richters Düsseldorfer Mediinvest sowie der Motorsport Resort Nürburgring GmbH (MSR) aus – 158 301,99 Euro.

Die Dienstwagenflotte der MSR, deren Hauptgesellschafter Richters Mediinvest ist, rollt offenbar zunächst über Konten der Ring GmbH – obwohl diese an der MSR nur zehn Prozent hält. Ausstehende Leasingraten für fast 20 verschiedene Fahrzeuge bewegen sich zwischen 317,37 Euro und 1118,80 Euro pro Monat. Die frühesten Fälligkeitsdaten reichen zurück bis in den November 2009.

Von der Mediinvest selbst bekommt die Ring GmbH noch 45 696 Euro Miete für eine VIP-Lounge, Fälligkeit war Ende Januar. Für die Betriebsgesellschaft des Erlebnisdorfs „Grüne Hölle“, eine Enkelfirma von Richters Mediinvest, hat die Ring GmbH offenbar eine Stromrechnung bezahlt: 28 764,62 Euro im Februar dieses Jahres.

Auch die „Cash Settlement & Ticking GmbH“ (CST), in der Nürburgring und Richter das bargeldlose Ringcard-Bezahlsystem aufbauen, erwartet noch Geld von ihrem privaten Anteilseigner. So muss die Richter-Firma „Marketing & Facility“ 47 600 Euro für ein „Karten-Logo Grüne Hölle“ vom November 2009 berappen sowie 59 500 Euro für „Karten mit Sondermotiv“ mit Fälligkeit vom Juli 2009.

Bei der Betriebsgesellschaft für das Erlebnisdorf „Grüne Hölle“ fällt außerdem ein Betrag von 8000 Euro in Auge, zahlbar an die CST für „Ringkarten“ – ebenfalls vom Sommer 2009. (Claudia Renner)

RZO