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Für Frischluftfans: Die Cabrio-Neuheiten der Saison

Duisburg/Hamburg Von einem Cabrio träumen viele - nur gekauft hat so ein Auto 2009 kaum jemand.

Denn das Jahr der Abwrackprämie war auch das Jahr der Kleinwagen, an den offenen Autos ist der Verkaufsboom spurlos vorübergegangen.

Das dürfte allerdings nur ein Ausrutscher gewesen sein: Während die Cabrios im vergangenen Jahr auf gerade einmal 103 000 Verkäufe und 2,7 Prozent Marktanteil kamen, ist 2010 ein deutlicher Aufschwung in Sicht. Automobilforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen rechnet mit einem Cabrio-Anteil von fast 5,0 Prozent. Was sicher auch mit den vielen Neuheiten zusammenhängt, die in den nächsten Monaten zu erwarten sind.

Die wohl wichtigste Cabrio-Neuheit des Jahres 2010 kommt aus Stuttgart: die offene Ausführung der E-Klasse von Mercedes. Dieses Auto ersetzt den bisherigen CLK und besitzt wieder ein klassisches Stoffverdeck. Abgesehen davon ist die offene E-Klasse aber ein Beispiel für die Moderne in Sachen Cabrio. Denn die Ingenieure haben sich reichlich Mühe gegeben, zwar Luft und Sonne in den Innenraum zu bringen - aber eben möglichst wenig Wind. Neben der schon bekannten Nackenheizung mit dem Namen Airscarf gibt es eine Aircap genannte spezielle Luftführung, die zu starke Zugluft verhindern soll.

Neuigkeiten gibt es in Sachen Cabrio auch von der deutschen Konkurrenz - allerdings kaum wirklich neue Modelle. Vielmehr unterzieht BMW die Cabrio- und Coupé-Version des 3ers noch im Frühjahr einem Facelift. Audi hat Ähnliches vor, allerdings erst nach der Saison: Die geliftete Version des TT wird im Herbst erwartet.

Bei Porsche wiederum hat man sich der Kunst gewidmet, aus einem bestehenden Auto mit vergleichsweise geringem Aufwand eine frische Modell-Variante entstehen zu lassen. Ergebnis ist der Spyder, der im Endeffekt eine puristisch gehaltene Version des Boxster ist. Die Unterschiede drücken sich vor allem darin aus, dass die Ingenieure Wohlstandsspeck entfernt haben. 80 Kilogramm weniger sollen es sein: Einen großen Anteil an der Gewichtsminderung hat der Verzicht auf ein elektrisches Verdeck - aber auch Radio und Klimaanlage werden ab Werk erstmal weggelassen. Gegen Aufpreis gibt es sie allerdings auch im mindestens 63 404 Euro teuren Spider. Ein gänzlich neuer Boxster wird dann für das Jahr 2012 erwartet.

Gut 60 000 Euro sind viel für ein offenes Auto - aber wenig im Vergleich zur Luxusklasse der Cabrios. Wer mit dem neuen Maserati GranCabrio liebäugelt, der muss auch dann noch gut verhandeln können, wenn er die doppelte Summe auf dem Konto hat. Der italienische Zweitürer kostet nämlich mindestens 132 770 Euro. Dafür gibt es einen edlen Viersitzer mit Stoffdach, der von einem V8-Motor mit üppigen 4,7 Litern Hubraum und einer Leistung von 323 kW/440 PS angetrieben wird. In ähnlichen Preis-Regionen bewegt sich auch die Spyder genannte offene Version des Audi R8, die zunächst mit einem 386 kW/525 PS starken Zehnzylinder-Motor erhältlich ist.

Dass neue Cabrios aber auch deutlich erschwinglicher sein können, hat Renault gerade auf dem Autosalon in Genf bewiesen. Dort hat der französische Hersteller das Mégane Coupé Cabrio präsentiert: Die offene Version des Kompaktmodells Mégane ist mit einem festen Klappdach versehen, das über ein integriertes Glasdach verfügt. Und aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Mégane nicht das einzige offene Renault-Modell bleiben: Auch eine Cabrio-Version des Kleinwagens Twingo dürfte im Sommer bei den Händlern stehen.

Sportlichkeit steht dagegen bei dem neuen offenen Modell von Nissan im Mittelpunkt. Hier geht es um die Roadster-Version des Sportwagens 370 Z, die jetzt zu den Händlern kommt. Der Zweisitzer wird von einem 243 kW/331 PS starken Sechszylinder auf bis zu 250 km/h beschleunigt. Mit seinen Fahrleistungen liegt er durchaus im Bereich eines Porsche Boxster, belastet die finanziellen Ressourcen mit Preisen ab 41 000 Euro aber deutlich weniger.

Ob die Auswahl an Cabrios noch größer wird, ist noch unklar. Zumindest über ein neues Modell kann derzeit nur gerätselt werden: Schon 2009 hat Mini die Studie einer zweisitzigen Roadster-Version präsentiert. Wann und ob diese Auto auf die Straßen kommt, wurde allerdings nicht verraten.

Schon 2010 wird sich aber in der Beliebtheitsskala der Cabrios einiges tun. Ferdinand Dudenhöffer prognostiziert, dass das 1er Cabrio von BMW den Peugeot 207 vom ersten Platz der Cabrio-Verkaufsstatistik verdrängt. Auf den Plätzen danach dürften demnach der offene Mini und das Audi A5 Cabrio folgen. Denn in diesem Jahr wird eben nicht mehr nur vom Cabrio geträumt, sondern auch wieder gekauft. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom



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