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Kia Venga: Raumfahrt statt Soulmusik

Hamburg Wer sagt, dass praktische Autos langweilig sein müssen? Für Kia-Designchef Peter Schreyer war es höchste Zeit, mit dieser unglückseligen Regel zu brechen.

Geräumig und pfiffig

Deshalb ist sein neuer Van Venga kein biederer Kasten, der nur dem maximalen Raumangebot verpflichtet ist. Auf Basis des trendigen Stadtgeländewagens Soul ist stattdessen mit kräftigen Proportionen und fließenden Linien ein kleiner Raumkreuzer entstanden. Gemessen an Konkurrenten wie dem Opel Meriva oder dem Nissan Note ist er geräumig, praktisch und trotzdem pfiffig. Sein Verkauf startet im Januar zu Preisen ab 13 990 Euro.

Motoren von 90 bis 128 PS, alle mit Start-Stopp

Unter der Haube bieten die Koreaner die Wahl zwischen zwei Dieseln und zwei Benzinern mit 1,4 oder 1,6 Litern Hubraum und 66 kW/90 PS bis 94 kW/128 PS. Schon der kleine Selbstzünder hat mit 66 kW/90 PS und 220 Nm genügend Kraft für den Stadtverkehr. Der Motor brummt zwar vernehmlich, ist aber stets voll bei der Sache. Er wirkt leistungsbereit und trotz eines Sprintwerts von 14,5 Sekunden zumindest bis Tempo 50 halbwegs spritzig. Außerdem wird er vom gut geführten Sechsgang-Getriebe ordentlich im Zaum gehalten.

Mit einer Tankfüllung 1000 Kilometer

Nur auf der Autobahn braucht man einen längeren Atem, weil 168 km/h keine großen Sprünge erlauben. Doch der Van soll ja keine Reiselimousine sein. Dabei hat er mit einem Verbrauch von 4,7 Litern (CO2-Ausstoß: 124 g/km) durchaus das Zeug zum Langstreckenläufer: Mit einer Tankfüllung schafft er gut 1000 Kilometer. Wer noch weiter fahren will, kann den Venga in allen Motorvarianten für 300 Euro Aufpreis auch mit Leichtlaufreifen und Start-Stopp-Automatik bestellen. Das drückt den Verbrauch noch einmal um knapp zehn Prozent. In dieser Klasse bietet das sonst keiner.

Innen hat der Kleine Platz wie ein Großer

Für den 4,07 Meter langen Viertürer sprechen zudem der stattliche Radstand von 2,62 Metern und das variable Innenleben. Anders als im Soul kann man hier die asymmetrisch geteilte Rückbank um 13 Zentimeter verschieben. So entsteht wahlweise im Fond eine selbst für Erwachsene komfortable Beinfreiheit oder jede Menge Platz für Kisten und Koffer. Schon in der kleinsten Konfiguration fasst der Gepäckraum 314 Liter. Er kann stufenweise auf 1341 Liter erweitert werden. Dabei hilft auch der in zwei Höhen montierbare Kofferraumboden, der wahlweise mehr Tiefgang erlaubt oder die Ladekante nivelliert.

Über den Dingen statt mitten im Getümmel

Wie in jedem Van sitzt man auch im Venga ein wenig höher als üblich und genießt deshalb eine gute Rundumsicht. Weil der Wagen außerdem große Fenster und sehr kurze Überhänge hat, wirkt er im Stadtverkehr übersichtlich und beim Parken sehr handlich. Zudem ist er angenehm wendig und relativ komfortabel abgestimmt. Schlechte Straßen bügelt er ordentlich glatt, und in schnellen Kurven folgt er halbwegs sauber seiner Linie.

Farbkleckse machen den Venga zur Villa Kunterbunt

Was den Venga von seinen Wettbewerbern unterscheidet, sind das flotte Design und der farbenfrohe Auftritt. Zwar gibt es zum Beispiel in den Türen auch billiges Plastik. Doch mit zwei unterschiedlichen Farbwelten, auffälligen Zierstreifen aus lackiertem Kunststoff und sechs zum Teil sehr poppigen Stoffen für die Sitzbezüge wirkt der Wagen im besten Fall wie die Villa Kunterbunt.

Attraktive Preise, lange Garantie

Auch bei den Preisen schenken die Koreaner ihren Konkurrenten nichts. Natürlich gibt es für 13 990 Euro nur das Basismodell. Aber schon da sind serienmäßig sechs Airbags und ESP an Bord. Mit den entsprechenden Paketen oder Ausstattungsvarianten kann man den Kleinwagen ausstatten wie einen Großen. Neben Klimaanlage, Soundsystem und USB-Anschlüssen gibt es dann auch ein Glasdach und ein Navigationssystem samt Rückfahrkamera mit Monitor im Innenspiegel. Ein weiterer Pluspunkt: Wo die Konkurrenz in der Regel nur zwei oder drei Jahre für Fehler einsteht, bietet der Venga als einziger in dieser Liga eine Sieben-Jahres-Garantie.

Fazit: Gute Chancen für einen steilen Start

Zwar hat das Segment der kleinen Raumkreuzer in den letzten Jahren ein wenig an Kunden verloren. Doch darf sich Kia zu Recht Hoffnungen für den Venga machen. Er hat Charme und Charakter, einen durchdachten Innenraum, eine attraktive Preisgestaltung und mit der Start-Stopp- Automatik auch noch einen kleinen Umweltbonus. Was noch wichtiger ist: Derzeit fehlt es an starken Konkurrenten. Denn der Opel Meriva ist kurz vor der Ablösung, Renault Modus und Nissan Note sind in Würde gealtert und entsprechende Modelle von VW und Ford noch im Planungsstadium. Gut möglich, dass der koreanische Raumkreuzer deshalb in den Steigflug geht.

Datenblatt: Kia Venga 1.4 CRDi
Motor und Antrieb: Vierzylinder-Common-Rail-Diesel
Hubraum: 1396 ccm
Max. Leistung: 66 kW/90 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 220 Nm bei 1750-2750 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Maße und Gewichte:
Länge: 4068 mm
Breite: 1765 mm
Höhe: 1600 mm
Radstand: 2615 mm
Leergewicht: 1345 kg
Zuladung: 455 kg
Kofferraumvolumen: 314-1341 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 167 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 14,5 s
Durchschnittsverbrauch: 4,7 Liter/100 km
Reichweite: 1020 km
CO2-Emission: 124 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse: EU5
Kosten:
Basispreis der Modellreihe: 13 990 Euro
Grundpreis des 1,4 CRDi: 15 750 Euro
Typklassen: KH 18/VK 20/TK 19
Kfz-Steuer pro Jahr: 141 Euro/Jahr
(alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke)
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: ESP, Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags
Komfort: elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung

dpa-infocom



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