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Studenten können BAföG künftig Online beantragen

Berlin Der Bund will den Studenten Zeit sparen und bürokratische Hemmnisse beim BAföG-Antrag abbauen.

Neben etlichen anderen Erleichterungen sollen die jungen Leute als zentrale Neuerung künftig per Online-Bewerbung an ihr Geld kommen.

Allerdings sind dafür die Länder zuständig, der Bund kann nur eine Empfehlung geben. Die Bildungspolitiker der Koalitionsfraktionen, Patrick Meinhardt (FDP) und Albert Rupprecht (CSU) forderten daher die Länder am Donnerstag (18. März) auf, «endlich dem Vorbild Bayerns und Hamburgs zu folgen und flächendeckend die Antragstellung Online zu ermöglichen. Dies entspricht auch den Wünschen der allermeisten Antragsteller.» Im Schnitt 5,5 Stunden für das Ausfüllen eines BAföG-Antrags sei «definitiv zu viel».

Der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU), sagte bei den abschließenden Beratungen mit Vertretern der Länder und der zuständigen Studenten-Behörden, man wolle versuchen, möglichst viele der Verbesserungsvorschläge bei der Novelle des BAföG-Gesetzes einzubringen. Ende März will sich das Bundeskabinett mit der Änderung des Gesetzes befassen.

Meinhardt und Rupprecht erläuterten , der Normenkontrollrat habe in seinem Bericht die Schwachstellen benannt und Verbesserungen für einen Abbau von zu viel Bürokratie vorgeschlagen. Vieles davon sei bei der aktuellen BAföG-Modernisierung berücksichtigt worden - insbesondere der Verzicht auf einen Wohnkostennachweis, auf die bisherige Leistungsbescheinigung und auf den Nachweis bei Überschreitung der Altersgrenze wegen Kindererziehungszeiten.

Weitere Vorschläge würden im laufenden Gesetzgebungsverfahren geprüft, erklärten die beiden Koalitions-Politiker. Dazu gehörten die Einführung einer Krankenkassenbeitragspauschale und der Verzicht auf den Nachweis von Sprachkenntnissen beim Auslands-BAföG.

Infos vom Bildungsministerium: www.das-neue-bafoeg.de

Infos zum Thema BAföG: www.bafoeg-aktuell.de

BAföG-Rechner: www.bafoeg-rechner. de Studierenden-BAföG Hamburg (dpa) - Das BAföG wird abhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt. Der Höchstsatz für Studierende, die über eine eigene Wohnung verfügen, beträgt derzeit 648 Euro monatlich (einschließlich der Zuschüsse für Miete und Krankenkasse). Das Geld wird je zur Hälfte als Zuschuss und als zinsfreies Darlehen ausgezahlt. Etwa jeder zweite BAföG-Empfänger unter den Studierenden erhält den Höchstsatz.

Die durchschnittliche Förderung erhöhte sich dem jüngsten BAföG- Bericht der Bundesregierung zufolge im Jahr 2008 auf 398 Euro monatlich. Im Jahr zuvor waren es 375 Euro.

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gibt es seit 1971. Damals war das Ziel, auch durchschnittlich begabten jungen Menschen aus ärmeren Elternhäusern ein Studium zu ermöglichen. Das BAföG löste das Honnefer-Modell der Nachkriegsjahre und andere Stipendiensysteme ab, die von den Geförderten weit überdurchschnittliche Leistungen verlangten.

Der Bund trägt 65 Prozent der BAföG-Kosten, die Länder 35 Prozent. 2008 lagen diese Ausgaben bei insgesamt 2,3 Milliarden Euro. Davon gaben Bund und Länder 741 Millionen für die Schülerförderung aus und knapp 1,6 Milliarden Euro für die Studenten.

Im Jahr 2008 haben rund 333 000 der insgesamt zwei Millionen Studenten BAföG erhalten.

dpa-infocom



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