pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Beruf & Bildung     » News     » Recht     » Weiterbildung     » Wie werde ich…?

Studienwahl ist schwieriger geworden

Köln Schulabgänger haben heute mehr denn je die Qual der Wahl, wenn sie sich für ein Studienfach entscheiden müssen. Denn im Zuge der Bachelor-Umstellung entstehen ständig neue Fächer.

«Die Studienwahl ist dadurch schwieriger geworden», sagte der Berufsberater Lothar Dröge von der Agentur für Arbeit Aachen auf der Bildungsmesse Didacta (16. bis 20. März) in Köln. Für Jugendliche werde die Studienlandschaft immer unübersichtlicher: «Die Vielfalt erdrückt.»

Auch gebe es immer mehr Anglizismen in Fächernamen. «Manche klingen wie aus einer Phrasendreschmaschine», sagte Dröge. Alle möglichen Fächer würden heute mit dem Begriff «Management» kombiniert - die Palette reicht vom Energie- über das Informations- bis zum Pflegemanagement. Teilweise würden solche Fächer «ohne Rücksicht auf den Arbeitsmarkt» entwickelt, sagte Dröge. So gebe es immer mehr Spezialfächer wie «Rescue Engineering», die anders als klassische Ingenieursfächer nur auf ein sehr schmales Berufsfeld vorbereiten.

Traditionelle Disziplinen splitterten sich im Zuge dieser Entwicklung immer stärker auf. Statt BWL gibt es beispielsweise Fächer wie «European Business» oder «International Economics». Das könne später ein Nachteil sein, wenn der Arbeitgeber sie nicht kennt. «In dem Fall weiß der Arbeitgeber zum Beispiel nicht, ob er eher einen Volkswirt oder einen Betriebswirt bekommt.» Dann kämen Bewerber leicht in Erklärungsnot. «Und wenn ich dem Arbeitgeber etwas erst erklären muss, ist das immer schlecht.»

Zum Teil eröffnen unterschiedliche Fächervarianten auch ganz verschiedene Berufswege, erläuterte Dröge: Wirtschaftsjuristen mit einem Bachelor zum Beispiel könnten später nicht als Anwalt arbeiten, weil sie keine Volljuristen sind.

Jugendliche müssten daher genauer als früher hinschauen, wenn es darum geht, was ein Fach inhaltlich bietet. «Das ist wie bei einem Parfüm: Da darf man nicht nach der Flasche gehen, sondern muss eine Duftprobe nehmen», riet Dröge. Studienbewerber sollten also nicht nach dem Titel eines Fachs gehen, sondern sich anschauen, was auf dem Lehrplan steht. «Und wenn da vier Semester lang Mathe steht, dann ändert sich daran auch nichts, wenn das Fach 'Management' heißt.»

dpa-infocom



Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
rz lexikon
Energiesparen