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Geländetauglich: Was Outdoor-Handys können

Stuttgart/Berlin Ohne Handy halten es viele Menschen nicht mehr aus. Es quält sie der Gedanke, einen wichtigen Anruf verpassen zu können.

Selbst bei der Mountainbike-Tour, beim Wandern oder einfach beim Joggen - auch draußen muss ein Mobiltelefon dabei sein.

Wer viel Zeit mit solchen Aktivitäten verbringt und erreichbar sein möchte, kauft sich besser ein besonders robustes Gerät. Die von den Herstellern häufig als Outdoor-Handys vermarkteten Modelle sind sozusagen geländetauglich.

«Ein Outdoor-Handy lohnt sich vor allem für Nutzer, die viel draußen sind», sagt Markus Eckstein von der Zeitschrift «connect». Das gelte nicht nur für die Freizeit: Auch Handwerker, die viel auf Baustellen unterwegs sind, können laut Eckstein über den Kauf eines extra-robusten Telefons nachdenken. Denn während herkömmliche Handys weder viel Staub noch starke Feuchtigkeit oder Stöße mögen, ist es gegen derartige Einflüsse deutlich unempfindlicher.

Mit dem 3720 Classic hat Nokia erst vor kurzem ein robustes Handy auf den Markt gebracht. Laut dem Hersteller besteht das Gehäuse aus besonders haltbaren Materialien. Es erfüllt die Kriterien des Industriestandards IP54. Das heißt, das Gerät ist unempfindlich gegenüber Staubablagerungen und Spritzwasser. Auch Stöße, etwa beim Herunterfallen, machen dem 3720 nicht so schnell etwas aus, so der Hersteller. Um zu verhindern, dass Schmutz ins Gehäuse eindringt, wird die Akkuabdeckung mit einer Schraube verschlossen.

Das Samsung B2100 entspricht sogar dem Standard IP57: Wie Nokias 3720 Classic ist es gegen Schmutz geschützt, es verträgt aber auch zeitweiliges Untertauchen. «Sie können das Gerät bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter liegenlassen, ohne dass es Schaden nimmt», sagt ein Samsung-Sprecher. Auch gegen Temperaturen von minus 20 und plus 60 Grad ist das B2100 gefeit. Es kann somit auf einer Skitour genauso dabei sein wie beim Wandern durch Arizona. Aber der Hersteller schränkt ein: «Mutwillige Beanspruchung mit Wasser- und Staubeinflüssen ist vom Schutzumfang nicht umfasst.»

Auf besonders robuste Handys spezialisiert ist der Hersteller Sonim: Das XP3.20 ist wasserdicht und kann ebenfalls für 30 Minuten bis zu einen Meter tief ins Wasser getaucht werden. Und es übersteht laut Hersteller einen Aufprall auf Beton aus zwei Metern Höhe. Die Funktion ExtraLoudAudio soll dafür sorgen, dass der Nutzer auch in besonders lauter Umgebung seinen Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung versteht. Das mit kratzfestem Display und GPS ausgestattete Handy kostet 320 Euro.

Das C702 von Sony Ericsson besitzt im Gegensatz zu den anderen als robust vermarkteten Handys UMTS zur besonders fixen Datenübertragung. Zur Ausstattung zählt auch eine 3,2-Megapixel-Kamera und - für Outdoor-Fans interessant - ein GPS-Empfänger. So findet der Wanderer auch in unübersichtlichem Gelände den Weg zurück, und Fotos lassen sich mit den vom GPS-Empfänger gelieferten Positionsdaten verknüpfen.

Wie das Nokia 3720 Classic entspricht das C702 dem IP54-Standard. Die Unverbindliche Preisempfehlung lautet knapp 340 Euro. Allerdings ist das Gerät bereits seit Frühjahr 2008 auf dem Markt und deshalb mittlerweile schon für rund 140 Euro zu haben. Samsungs B2100 kostet derzeit rund 90 Euro, das 3720 Classic ist für etwa 130 Euro erhältlich.

Outdoor-Handys sind keine Multimedia-Maschinen wie das iPhone. In mancher Hinsicht sind sie aber besser als durchschnittliche Handys: «Outdoor-Handys bieten oft einen etwas besseren Empfang», sagt Marie-Anne Winter vom Telekommunikationsportal teltarif.de in Berlin. Schließlich solle das Gerät abseits der Großstadt in Wald und Flur funktionieren. Auch die Akkus seien oft ausdauernder. «Im Wald gibt es ja keine Steckdose.» Sonims XP3.20 etwa hält laut Hersteller bis zu 1500 Stunden durch. Zum Vergleich: Nokias Multimedia-Handy N97 kommt auf eine Standby-Zeit von maximal 320 Stunden.

Allerdings empfindet Markus Eckstein das Angebot an Outdoor-Handys als «erschreckend gering». Leseranfragen zeigen dem Experten zufolge, dass solche Mobiltelefone gefragt sind. «Gleichzeitig wird geringes Angebot kritisiert.» Zum Beispiel gebe es noch kein Outdoor-Handy mit Touchscreen. Robuste Handys für Kinder In Kinderhänden sind Handys oft besonderer Beanspruchung ausgesetzt. Vor allem für jüngere Nutzer, die das Gerät häufiger fallen lassen, sei daher ein Outdoor-Handy geeignet, sagt Marie-Anne Winter von teltarif.de. Allerdings seien die Geräte nicht billig: «Da ist es vielleicht sinnvoller, ein normales Billig-Handy für 15 Euro zu kaufen und es gegebenenfalls zu ersetzen.» Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom



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