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Groß, übersichtlich und schick: Telefone für Senioren

Stuttgart Die Tasten zu klein, das Display auch, das Menü zu unübersichtlich: Herkömmliche Telefone sind für ältere Menschen oft eine Qual.

Damit die Bedienung keine Probleme bereitet, sollten die Geräte groß, übersichtlich und ergonomisch sein.

Auf diese Bedürfnisse gehen manche Hersteller ein. Seniorentelefone stellten einen Gegentrend zur Miniaturisierung dar, sagt Wolfgang Boos von der Telekommunikationszeitschrift «connect» in Stuttgart. Nicht mehr nur Spezialhersteller bieten Telefone für Senioren an. Auch die großen Anbieter haben solche Geräte mittlerweile im Sortiment. Häufig firmieren sie jedoch unter den Namen «Familientelefon» oder «Großtastentelefon». «'Seniorentelefon' ist marketingtechnisch eben kein guter Ausdruck», findet Boos. Das klingt nach einem klobigen, hässlichen Telefon. Und so etwas stellt man sich auch mit 70 plus nicht gerne ins Wohnzimmer. Daher setzen die Hersteller auf Design und Ergonomie.

Die Bezeichnung «Großtastentelefon» signalisiert schon eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Telefon für ältere Menschen haben sollte: große Tasten. «Diese sollten außerdem einen großen Abstand, eine gut lesbare Beschriftung und einen eindeutigen Druckpunkt haben», erläutert Britta Ulrich, Beraterin bei Sirvaluse in Hamburg. Das Unternehmen untersucht, wie gut oder wie schlecht sich bestimmte technische Geräte nutzen lassen.

Ein Vorteil für die Bedienung ist es laut Ulrich zudem, wenn das Telefon möglichst wenige Tasten besitzt. «Dann gibt es auch nicht so viele Verwirrungsmöglichkeiten.» Darüber hinaus muss sich das Gerät intuitiv bedienen lassen - man sollte nicht erst die Bedienungsanleitung studieren müssen, um die grundlegenden Funktionen nutzen zu können. Wichtig ist außerdem, vor dem Kauf einen Blick auf das Display zu werfen: wichtig sind viel Kontrast und große Schrift.

Darüber hinaus muss die Lautstärke einfach einzustellen sein. Auf Personen mit Hörproblemen hat sich zum Beispiel der Hersteller Audioline eingestellt. Dessen Geräte der Serie «Bigtel» geben auf Wunsch des Nutzers einen besonders lauten Klingelton von sich: bis zu 90 Dezibel. Und die Empfangslautstärke beträgt bis zu 40 Dezibel. Außerdem sind diese Geräte kompatibel mit Hörgeräten. Das heißt, dass auch Träger eines Hörgerätes problemlos telefonieren können, ohne dass es zu Störgeräuschen kommt.

Auch «Seniorentelefone» anderer Hersteller bieten diese Leistung - doch längst nicht alle. Wer also ein Hörgerät trägt, sollte auf dieses Merkmal achten. Für Anwender, die Probleme mit dem Außen- oder Mittelohr haben, hat Panasonic das KX-TG170 entwickelt. Es überträgt den Schall auch per Knochenleitung.

Praktisch sind einfach zu programmierende Kurzwahltasten: Das spart Zeit und Nerven, wenn man zum Beispiel dringend seinen Hausarzt anrufen muss. Manche Modelle, wie das D23XP von Sagem bieten Kurzwahltasten, die mit Fotos versehen werden können.

Bei manchen Telefonen wird ein Anruf nicht nur akustisch, sondern auch durch ein blinkendes Licht angezeigt. Und mit dem Euroset 5040 vom Hersteller Gigaset können Anwender telefonieren, ohne den Apparat berühren zu müssen. Das Schnur-Telefon besitzt einen eingebauten Wärme- und Bewegungssensor: Nähert sich jemand dem Telefon, leuchten Display und Tastatur auf. Und wenn die Funktion «automatische Rufannahme» aktiviert ist, nimmt das Gerät Gespräche von gespeicherten Kontakten automatisch an und schaltet auf Freisprechen.

Für alleinlebende Senioren, könnte ein Telefon mit Alarmtaste sinnvoll sein. Bei manchen Modellen findet sich diese am Gerät, bei anderen lässt sich ein Sender etwa am Handgelenk tragen. Bei Druck auf die Taste des Senders wird - über das Telefon - ein Notruf an eine oder mehrere Nummern abgesetzt, die zuvor festgelegt wurden.

Wer sich ein eigenes Bild vom Markt machen möchte, dem empfiehlt Rafaela Möhl vom Telekommunikationsportal teltarif.de in Berlin einen Blick ins Internet: um Preise zu vergleichen und zu sehen, welche Geräte es gibt. Im Netz ist schnell zu sehen, dass es «Seniorentelefone» in jeder Preisklasse gibt. «Für etwa 25 Euro bekommt man ein ganz einfaches, schnurgebundenes Telefon», so Möhl. Für Modelle mit größerem Funktionsumfang müssten etwa 40 bis 80 Euro einkalkuliert werden. Danach sollte der Interessent in ein Geschäft gehen, um die zur Wahl stehenden Gerät testen zu können. Denn «das» Seniorentelefon gebe es nicht, sagt Möhl. Jeder müsse das Telefon finden, das am ehesten seinen Bedürfnissen entspricht. Von Nadine Hantke, dpa

dpa-infocom



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