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«Kiss-Handys»: Einfach nur Telefonieren und «Simsen»

Frankfurt/Main/Berlin Warum 200 Euro für ein Handy ausgeben, wenn es auch Mobiltelefone für 20 Euro gibt? Diese Frage stellen sich alle, die mit einem Handy «nur» telefonieren und Kurznachrichten schreiben wollen.

Zurecht - denn die günstigsten aller Mobiltelefone sind klein und meist bedienungsfreundlicher als überfrachtete Smartphones. Bei den Einfachhandys zählt nur das «Kiss»-Prinzip: Keep it small and simple - klein und einfach.

Wer Handys für kleines Geld kauft , darf neben der Pflicht nicht allzu viel Kür von den Herstellern erwarten. Kompakt und leicht sind die Geräte aber alle Mal. Beim Simvalley Mobile RX-80 Pico bekommt der Kunde sogar ein ultrakompaktes und federleichtes Gerät. Kaum scheckkartengroß (8 mal 5 mal 1 Zentimeter) und 44 Gramm schwer liegt das Mini-Handy mit den runden Tasten und monochromer LCD-Anzeige optisch irgendwo zwischen Fernbedienung und Taschenrechner. Bei einem Preis von knapp 20 Euro wird sich darüber aber niemand ernsthaft beschweren.

Dass es sich beim dem Simvalley keineswegs um ein Spielzeughandy handelt, hat die Zeitschrift «Connect» festgestellt. Sie kommt sogar zu einem recht guten Testergebnis: «Sprachqualität und Empfangsleistung waren im Praxistest vollkommen okay.» Außerdem hält der kleine Lithium-Ionen-Akku immerhin drei Tage im Stand-by durch. «Als Zweithandy sehr gut geeignet», lautet das Fazit der Tester. Denn beim Dauergebrauch könnte manchen Nutzer das mit 96 mal 49 Pixeln etwas klein geratene Display des PX-80 Pico nerven.

Für 20 Euro braucht aber niemand lange zu grübeln: Als Not-, Zweit- oder Ersatzhandy in Wanderrucksack, Handschuhfach oder im Ferienhaus taugt das Mini-Telefon allemal. Günstige Modelle sind auch wie gemacht für Kinder. Schließlich ist bei einem kleinen Gerätepreis der Ärger nicht so groß, wenn der Nachwuchs das Handy verbummelt.

Investieren Käufer nur fünf Euro mehr, haben sie bereits die Auswahl zwischen mehreren Handys mit größerer und farbiger Anzeige. Das Samsung E1100 wartet zum Beispiel mit einem 128 mal 128 Pixel großem Farbdisplay auf. Dazu kommen Lithium-Polymer-Akku, Freisprech-Funktion und als nette Dreingabe eine Taschenlampe. Außerdem kann der Besitzer ein Zeitlimit für Gespräche einstellen. Wird die Zeit beim Telefonieren überschritten, kappt das Handy die Verbindung. Diese Funktion kann Kindern oder Sparsamen helfen, die Kosten unter Kontrolle zu halten.

Als Einsteigerhandy klassifiziert LG Electronics sein Modell KP100, das für rund 25 Euro ebenfalls mit 128 mal 128 Pixel großem Farbdisplay und Freisprech-Funktion geliefert wird. In der gleichen Preisklasse spielt das Nokia 1208, das zusätzlich einen Kalender, eine Zeitlimit-Funktion für Gespräche und eine LED-Funzel mitbringt. Sogar Vibrationsalarm haben die Finnen dem 1208 spendiert. Allerdings könnte es bei dem 96 mal 68 Pixel kleinen Farbdisplay passieren, dass der Nutzer beim Lesen einer langen SMS öfter einmal scrollen muss.

Wecker, Stoppuhr, Telefonbuch oder die SMS-Tipphilfe T9 sind bei allen diesen «Kiss-Handys» Standard. Die sparsamen GSM-Geräte halten auch mindestens eine Woche im Stand-by-Betrieb durch. UMTS ist in dieser Preisklasse noch nicht zu haben. Wer den Funkstandard unbedingt benötigt, weil er mit dem Handy schnell im Internet unterwegs sein will, muss mindestens 80 Euro einplanen.

Doch viel Geld mögen die Deutschen für Mobiltelefone zur Zeit nicht in die Hand nehmen. «Insgesamt werden billigere Handys gekauft», sagt Roland Stehle, Sprecher der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Ohnehin macht sich seit geraumer Zeit eine Sättigung des Marktes bemerkbar. Wurden 2007 noch 24 Millionen Handys verkauft, liegt die Prognose für 2010 nur noch bei 15,7 Millionen Geräten. Der durchschnittliche Verkaufspreis sank in dieser Zeit von 146 auf 121 Euro.

Für ein «Kiss»-Modell ist diese Preisspanne noch zu hoch - und die Hersteller haben sich längst darauf eingerichtet. Nokia bietet zum Beispiel gleich mehrere Modelle zum kleinen Preis an. Einfachhandys nennt die Stiftung Warentest diese Kategorie um die 50 Euro. Im Test schneiden die Modelle 1661 (35 Euro), 2323 Classic (50 Euro) und 2330 (55 Euro) allesamt «gut» ab. Radio, GPRS, Freisprechen, Kalender, Vibrationsalarm und ein 128 mal 160 Pixel großes Farbdisplay besitzen alle drei Modelle. Die beiden Classic-Handys verfügen auch über ein Modem, einen E-Mail-Client sowie Bluetooth. Kontakte und Termine lassen sich mit Outlook synchronisieren. Das 2330 hat darüber hinaus eine VGA-Kamera (0,3 Megapixel) und Quadband-GSM, funkt also zum Beispiel auch in den USA. Von Dirk Averesch, dpa

dpa-infocom



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