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ARD-Gremien kritisieren eigene Online-Auftritte

Hamburg In der ARD wird Kritik an den Online-Auftritten der Sendeanstalten laut.

Die ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) empfahl in ihrer Sitzung am Montag und Dienstag Korrekturen am Telemedienkonzept, wie sie in einer Mitteilung am Dienstagabend bekanntgab.

Die GVK bemängelte vor allem die geplante Verweildauer für Filme und Serien im Netz, die Kosten der Online-Projekte und die Spieleangebote.

In der ARD durchlaufen derzeit elf Internet-Auftritte wie «ARD.de», «DasErste.de», «tagesschau.de» und «sportschau.de» den sogenannten Dreistufentest, in dem unter anderem die publizistische Bedeutung, die Auswirkungen auf die Konkurrenz und die Kosten öffentlich-rechtlicher Onlineaktivitäten geprüft werden. Die Meinung der GVK, der die Vorsitzenden der Rundfunk- und Aufsichtsräte angehören, spielt zwar eine gewichtige Rolle, ist aber nicht bindend für die Realisierung der Projekte.

Bis zum 31. August 2010 müssen die Prüf-Verfahren abgeschlossen sein. Der NDR-Rundfunkrat hatte, wie im Februar bekanntwurde, bereits grünes Licht für sein Angebot «tagesschau.de» gegeben. Die Rundfunkräte der anderen Landesrundfunkanstalten müssen dem Zuschnitt des Online-Portals aber noch zustimmen. Über die seit Ende Dezember vielfach diskutierte und umstrittene «Tagesschau»-App für Smartphones wird in dem Angebot von «tagesschau.de» nichts gesagt.

Die deutschen Verleger, die ihrerseits mit kommerziellen Online- Angeboten konkurrieren, hatten bereits gegen die Zustimmung des NDR-Rundfunkrats für «tagesschau.de» protestiert. Als «absolut unglaublichen Vorgang» hatte Dietmar Wolff, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), die NDR-Pläne kritisiert. Der Dreistufentest zu einem vernünftigen Interessenausgleich zwischen Sendern und Presse führen, sagte Wolff. Dies besonders nach den langwierigen Auseinandersetzungen um die Expansion des mit Gebührengeldern finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet zulasten der privatwirtschaftlich agierenden Medien.

Die GVK empfahl nun «eine Überarbeitung des Verweildauerkonzeptes, insbesondere im fiktionalen Bereich». Sie sieht es als problematisch an, dass die Verweildauer bei «Endlosserien» kaum zu bestimmen sei. Auch halten es die Gremienvorsitzenden für fraglich, ob im Bereich der Daily Soaps und Telenovelas ein breites Nutzerinteresse an einer monatelangen Abrufbarkeit im Internet besteht. Derzeit werden diese Angebote in der Regel sieben Tage bereitgehalten.

Intensiv habe sich die GVK mit den Kosten auseinandergesetzt. Nach Ansicht der GVK sind daher weitere Erläuterungen und Begründungen von Seiten der Intendanten erforderlich. Die GVK hält den vom MDR-Rundfunkrat eingeschlagenen Weg beim Dreistufentest-Verfahren zu «kikaninchen.de» und «KI.KAplus» für empfehlenswert: Sollten die festgelegten Kosten um zehn Prozent oder mehr überschritten werden, muss dies der Rundfunkrat erneut genehmigen.

dpa-infocom



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