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Gegen FSME-Erkrankung nach Zeckenbiss hilft nur Impfung

Berlin/Pforzheim Gegen eine Erkrankung mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) nach einem Zeckenbiss hilft nur eine Impfung.

Wer sich Risikogebieten aufhält, ohne sich zuvor zu impfen, spiele Russisches Roulette, sagt Prof. Reinhard Kaiser.

Denn es gebe bisher keine antivirale Therapie. «Das Risiko ist eins zu drei, dass man nach einer Infektion krank wird», erklärte der Neurologe des Klinikums Pforzheim. Im Fall einer Erkrankung hänge der weitere Verlauf davon ab, wie schnell das Immunsystem reagiert.

In etwa der Hälfte der Fälle verlaufe FSME schwerwiegend. Das bedeute, dass sich Gehirn oder Rückenmark oder beides entzünden, erklärt Kaiser. Die Folge könnten unter anderem Lähmungen, Sprechstörungen oder epileptische Anfälle sein.

Das FSME-Virus ist laut der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verbreitet. Aber durch die Verschleppung infizierter Zecken könne das Virus auch in anderen Gegenden Deutschlands auftreten.

Wer von einer Zecke gebissen wurde, sollte sie möglichst schnell entfernen. Denn je länger die Zecke saugt, desto wahrscheinlicher ist es, dass Erreger übertragen werden. Dazu gehören außer FSME-Viren auch Borrelien. Die Bakterien-Infektion kann laut DGN gut mit Antibiotika behandelt werden, wenn sie rasch erkannt wird. Typisches Anzeichen sei eine Hautrötung an der Einstichstelle, die sich mit der Zeit ringförmig ausbreitet.

Neurologen und Psychiater suchen: www.neurologen-im-netz.de

dpa-infocom



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