pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

2:1 in München: Stuttgart schockt müde Bayern

München Doppelter Schock für Bayern München: Drei Tage vor dem Champions-League-Schlager gegen Manchester United hat der deutsche Rekordmeister im Titelkampf der Fußball-Bundesliga erneut gepatzt - und zudem hat sich auch noch Arjen Robben verletzt.

Eine Woche nach der Auswärtspleite in Frankfurt mussten die Münchner beim 1:2 (1:1) im Süd-Gipfel gegen den VfB Stuttgart die erste Heimniederlage seit dem 25. April 2009 hinnehmen; vor elf Monaten musste Jürgen Klinsmann nach dem 0:1 gegen Schalke 04 gehen. Drei Stunden nach dem Schlusspfiff war nach dem 2:0-Sieg von Schalke 04 bei Bayer Leverkusen auch noch die Tabellenführung futsch.

«Es tut sehr weh», kommentierte Bayern-Trainer Louis van Gaal. Die Bayern gingen vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena durch Ivica Olic (32. Minute) in Führung. Aber der starke Christian Träsch (41.) und Ciprian Marica (50.) sorgten für die überraschende Wende zugunsten der Stuttgarter. «Wir freuen uns enorm. Es war nach zehn Jahren mal wieder Zeit, hier in München zu gewinnen», erklärte VfB-Coach Christian Gross. Die Schwaben wahrten mit dem Sieg ihre Chancen auf den Einzug in die Europa League.

Van Gaal versuchte nach dem erfolgreichen Pokal-Kraftakt gegen Schalke und mit Blick auf das Heimspiel gegen ManU am 30. Mai, möglichst Kräfte und Personal zu schonen. Ohne die Tempo-Fußballer Ribéry und Robben, die bis zur Pause auf der Bank saßen, nahm die Partie nur gemächlich Fahrt auf. Den Bayern war die Müdigkeit der 120 Pokal-Minuten gegen Schalke anzumerken, Stuttgart begann verhalten. Höhepunkte waren rar. Es dauerte bis zur 24 Spielminute, als Sami Khedira Bayern-Keeper Jörg Butt mit einem Flachschuss aus 20 Metern prüfte. Kurz darauf erlitt Khedira bei einem Zweikampf mit Miroslav Klose eine Knie-Verletzung. «Ich hoffe, dass es nicht dramatisch ist», sagte Gross.

Ihre gefährlichsten Aktionen starteten die Bayern in Hälfte eins meist über die linke Seite: Der aufgerückte Abwehrchef Daniel van Buyten verfehlte nach einer Hereingabe von Daniel Pranjic knapp das Tor (29.). Drei Minuten später überwand dafür der agile Olic - wiederum nach Pranjic-Flanke - Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann. Die Freude der Münchner über das 1:0 währte nur kurz: Erst vergab Marica die Chance zum Ausgleich (39.), dann konnte Träsch mit einem von Holger Badstuber abgefälschten Ball den chancenlosen Butt überwinden.

Mit den Topstars «Rib» und Rob» (für Olic und Pranjic) sollte beim Rekordmeister nach der Pause die Post abgehen, aber der Schuss ging nach hinten los. Zunächst konnte Butt einen Schuss von Timo Gebhart noch abwehren (49.). Im Anschluss an die Ecke hinderte Ribéry Geburtstagskind Cacau (29) nicht am Flanken - und Marica köpfte den Ball aus kürzester Distanz ins Münchner Tor. «Das 2:1 hat uns beflügelt», bemerkte Gross.

Die Bayern mussten den Kraftaufwand erhöhen. Ribéry und Robben rannten über die Flügel an, aber erfolglos. Der erneut enttäuschende Nationalstürmer Klose scheiterte mit einem Kopfball an Lehmann (62.). Eine weitere Schrecksekunde gab es für die Bayern, als sich Robben in der Schlussphase eine Wadenzerrung zuzog. «Vielleicht ist die Verletzung nicht so schwer», meinte van Gaal, aber es werde «schwierig» für das Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester. Von Klaus Bergmann, dpa

dpa-infocom



Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
RZ-Blog