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Wieder kein Hertha-Heimsieg: 0:0 gegen Dortmund

Berlin Hertha BSC hat den Heimfluch wieder nicht bannen können und die große Chance verpasst, dem rettenden Ufer in der Fußball-Bundesliga ganz nah zu kommen.

Der Tabellen-Letzte schaffte es beim 0:0 gegen Borussia Dortmund nicht, nach 231 Tagen endlich den zweiten Saison-Heimsieg im Berliner Olympiastadion einzufahren und die Patzer der Konkurrenz zu nutzen. Hertha liegt nun noch vier Punkte hinter Relegationsplatz 16. Für Dortmund riss zwar eine Serie von zuvor drei Siegen, der Tabellen-Vierte kann aber weiter auf den Einzug ins internationale Geschäft hoffen.

Das Schlusslicht bemühte sich von Beginn an darum, an das Offensiv-Feuerwerk vom 5:1 in Wolfsburg anzuknüpfen. In der 79. Minute jubelten Theofanis Gekas und die Hertha-Fans auch schon über den vermeintlichen Siegtreffer: Der Goalgetter verlängerte eine verunglückte Rückgabe von Felipe Santana per Kopf über Torwart Roman Weidenfeller ins Netz, doch der Treffer zählte zurecht nicht. Gekas stand beim vorherigen Zuspiel im Abseits. Der erleichterte Santana war bereits von seinen Mitspielern getröstet worden.

«Das war hundertprozentig abseits», betonte Borussen-Trainer Jürgen Klopp und widersprach damit den Hertha-Verantwortlichen, die sich zum wiederholten Mal benachteiligt fühlten. In der spannenden Schlussphase wäre es für Hertha noch fast so tragisch gekommen wie gegen den 1. FC Nürnberg, als kurz vor dem Abpfiff das 1:2 fiel. In der Nachspielzeit hatte Nuri Sahin die Siegchance für Dortmund, schoss aber über das Tor. «Auch wenn wir die letzte große Möglichkeit hatten, geht das Unentschieden in Ordnung», meinte Klopp.

Berlins Trainer Friedhelm Funkel trauerte dem möglichen Sieg nach. «Ich kann mit dem Unentschieden nicht zufrieden sein», sagte Funkel, bescheinigte seiner Mannschaft aber: «Wir haben ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt, was die Leistung angeht.» Kapitän Arne Friedrich fügte hinzu: «Wir haben vieles richtig gemacht, aber die Tore nicht. Das hat uns im Vergleich zur letzten Woche gefehlt.» Friedrichs Verteidiger-Kollege Roman Hubnik schied nach Foul von Jakub Blaszczykowski mit einer Innenbandblessur am rechten Knie aus (62.) und droht länger auszufallen.

Vor der friedlichen Saison-Rekordkulisse von 60 441 Fans, die von 800 Ordnungskräften beaufsichtigt wurden, verfehlte Gojko Kacar schon nach zwei Minuten volley das BVB-Tor. Gekas stand nach Fehler von Innenverteidiger Neven Subotic allein vor Torwart Weidenfeller, wartete aber so lange, bis der Winkel zu spitz wurde (20.). Nach Zuspiel des rechtzeitig genesenen Lukasz Piszczek verstolperte der Grieche ebenso frei vor dem Tor (39.) wie zwei Minuten später sein aktiver Angriffspartner Adrian Ramos. Die beste Gäste-Chance besaß vor etwa 10 000 Dortmunder Fans Lucas Barrios, doch der Torjäger, der einst auch bei Hertha im Gespräch war, köpfte vorbei (31.).

Nach dem Wechsel erhöhten die Berliner den Druck noch mehr, doch weiterhin fehlte oft die Genauigkeit. Ramos scheiterte mit einem Heber statt vorzulegen (49.), danach rollte ein Querpass von Raffael unberührt durch den Torraum (54.). Bei einem Kopfball kam Ramos nicht mehr voll an das Leder und verzog (69.). Die lange Zeit abwartenden Dortmunder suchten danach doch noch selbst ihre Siegchance. Barrios zwang Torhüter Jaroslav Drobny mit einem Kopfball zur besten Parade der Partie (75.), die größte Chance aber vergab dann Sahin. Von Robert Semmler, dpa

dpa-infocom



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