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Webber hofft trotz Quali-Frust auf Heimsieg

Melbourne Mark Webber machte ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.

Teamkollege Sebastian Vettel hatte dem Australier um 116 Tausendstelsekunden ausgerechnet beim Heimrennen die Pole-Position entrissen und damit seine Stimmung gewaltig getrübt.

«Ich bin nicht wirklich glücklich» , sagte der Red-Bull-Pilot zu seinem zweiten Rang in der Qualifikation zum zweiten Saisonlauf der Formel-1-Weltmeisterschaft. «Ich wollte Erster werden. Ein Platz weiter vorn wäre schön gewesen.» Dabei hat der neben Vettel in der ersten Startreihe stehende Webber durchaus die große Chance, als erster Australier den Heim-Grand-Prix zu gewinnen. Als sein prominentester Formel-1-Landsmann, der dreimalige Weltmeister Jack Brabham, fuhr, gastierte die Königsklasse des Motorsports noch nicht «Down under». 1985 fand erstmals ein großer Preis von Australien statt. Alan Jones war da nach seinem Titeltriumph 1980 und einer zwischenzeitlichen Pause zwar noch aktiv, konnte im nicht konkurrenzfähigen Lola-Haas bei zwei Auftritten aber nichts ausrichten.

Die australischen Formel-1-Fans fiebern dem möglichen Webber-Festival entgegen und drücken die Daumen. Der «Daily Telegraph» aus Sydney titelte schon nach dem Freitagstraining: «Webber fliegt. Eine brillante Runde lässt Träume auf einen Heimsieg zu.» Und «Weekend Australia» schrieb: «Webber hat die Riesenchance». Der 33 Jahre alte Rennfahrer aus Queanbeyan im Bundesstatt New South Wales kündigte trotz der Enttäuschung über Startplatz zwei zuversichtlich an: «Das könnte morgen eine schöne Sache werden.» Filmstar John Travolta wünschte dem «Aussie» bei einem Treffen im Fahrerlager alles Gute.

Für Webber geht es aber nicht nur um den Heimsieg, er rechnet sich wie Vettel auch realistische WM-Chancen aus. Zum einen gilt der RB6 als bester Bolide im Feld; zum anderen ist sein Chauffeur im Gegensatz zum Vorjahr völlig fit. 2009 hatte sich Webber bei einem Wohltätigkeitsrennen mit dem Rad in Tasmanien bei einem fürchterlichen Zusammenprall mit einem Auto ein Bein gebrochen, weshalb er lange stark gehandicapt fahren musste. «Jetzt bin ich völlig okay», sagte Webber. «Wir kämpfen natürlich um den Titel und wollen nicht nur irgendwo mitrollen.»

Dass er das Zeug zum Champion hat, deutete Webber 2009 mit seinen zwei Siegen auf dem Nürburgring und in Brasilien sowie insgesamt acht Podestplätzen an. Am Ende wurde er WM-Vierter. Vettel sieht in seinem Teamkollegen mit den schärfsten Titelrivalen: «Er kann das durchaus packen.» Und falls es weder mit dem Heimsieg noch dem WM-Triumph klappen sollte, will Webber 2011 erneut angreifen. Spekulationen über einen möglichen Rücktritt bezeichnete er als Blödsinn: «Ich habe keinerlei derartige Absichten. Ich bin sehr motiviert, genieße meinen Job und bin derzeit in einer sehr guten Situation.» Von Elmar Dreher, dpa

dpa-infocom



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