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Tiefschnee stoppt Angerer und Sachenbacher-Stehle

Falun Von einer Fortsetzung der Saison wollte Tobias Angerer nichts mehr etwas wissen.

Im Schneegestöber von Falun waren beim Weltcup-Finale der Skilangläufer die Athleten mit ihren Kräften am Ende.

Der Vachendorfer, der noch in der Doppelverfolgung mit Platz zwei seine herausragende Form unterstrichen hatte, kam im 15-Kilometer-Verfolgungsrennen im Tiefschnee nicht voran und fiel auf Rang sieben zurück. Zweifacher Sieger in Falun und souveräner Gewinner des Gesamtweltcups wurde der zweimalige norwegische Olympiasieger Petter Northug.

Auch Evi Sachenbacher-Stehle waren die Kräfte ausgegangen. Nachdem sie mit Platz fünf in der Doppelverfolgung erneut hatte überzeugen können, war das tiefe Geläuf Gift für sie. Am Ende beendete sie das Weltcup-Finale auf Rang 13, im Gesamt-Weltcup war sie als beste Deutsche 16. Die beiden letzten Etappen des Finals gewann wie erwartet Marit Björgen, die ihren 30. Geburtstag feierte. Im Gesamtweltcup musste sie jedoch der Polin Justyna Kowalczyk den Vortritt lassen, die sich auch als Top- Verdienerin des Winters entpuppte. Allein an Weltcup-Preisgeldern scheffelte sie 260 217 Euro ein.

«Nach diesem Tag bin ich froh , dass die Saison zu Ende ist», meinte Angerer. Von Beginn an ging bei ihm nichts. «Ich habe mich vom Start weg sehr zäh bewegt», sagte der Olympia-Zweite in der Doppelverfolgung. Die Organisatoren hatten es nicht hinbekommen, bei einsetzendem Schneetreiben die Strecke so zu präparieren, dass sie fest wurde. Zahlreiche Läufer wie auch der Bad Lobensteiner Axel Teichmann verzichteten daraufhin auf einen Start.

In René Sommerfeldt beendete ein Großer des Skilanglaufs in Falun seine Karriere. Der Oberwiesenthaler wurde im Ziel nach seinem 39. Platz, den er in einem alten Laufanzug errungen hatte, von Mannschaftskollegen, Familie und Freunden mit einem Spalier empfangen. «René hat mit seinen Leistungen Weichen für den deutschen Langlauf gestellt. Er war erster WM-Einzelmedaillengewinner der Nachwendezeit, erster deutscher Gesamtweltcup-Sieger und im täglichen Training ein Vorbild für alle, die heute noch dabei sind», sagte Bundestrainer Jochen Behle.

Evi Sachenbacher-Stehle atmete derweil auch auf. «Zum Glück ist jetzt die Saison vorbei, es war zum Schluss noch mal richtig anstrengend. Wir sind mehr Schneepflug gefahren», sagte die Bayerin, die nach Olympia wie aufgezogen gelaufen war und noch einmal Top- Ergebnisse geschafft hatte. «Letztlich war es eine tolle Saison. Am Anfang, als die Ergebnisse nicht kamen, hatte ich schon Selbstzweifel. Aber das Training war auf Olympia abgestimmt und das hat sich ausgezahlt», sagte die Teamsprint-Olympiasiegerin, die sich nun bis zum Trainingsauftakt am 1. Mai viel Ruhe gönnen will.

Die haben die Trainer nicht. Damen-Coach Janko Neuber kündigte an, die Trainingsmethodik zu verändern und über eine harte tagtägliche Arbeit die Läuferinnen auch im Distanzbereich wieder erfolgreich zu machen. Dem stimmte Behle zu: «Wir dürfen nicht nur auf das Glück angewiesen sein, sondern müssen aus eigener Kraft wieder vorn mitlaufen können. Das geht nur über Arbeit, Arbeit, Arbeit.» Von Gerald Fritsche, dpa

dpa-infocom


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