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Kosmetik

Das passende Haarstylingprodukt für jede Situation

Köln/Frankfurt Es gibt Haarstyling-Produkte, die das Haar mit Feuchtigkeit verwöhnen, und es gibt welche, die das Haar austrocknen.

Ob Schaum, Gel, Wachs, Matte, Spray oder Lack - Haar-Experten verraten, welches Produkt zu welchem Haartyp passt.

Schaumfestiger: Zum Styling kann Schaumfestiger zwar auch beitragen, mehr aber noch zur Pflege der Haare. «Schaum schützt das Haar vor zu viel Wärme beim Fönen. Es erhält die Feuchtigkeit im Haar», erklärt Franz-Josef Küveler. Der Art-Direktor des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks in Köln rät deshalb, vor dem Fönen stets Schaumfestiger zu benutzen. Das Produkt sorgt zudem für mehr Volumen in der Frisur. Sogenannte Filmbildner legen sich um das einzelne Haar, geben ihm mehr Halt und vergrößern es auf diese Weise, erläutert Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt.

Gel: Während Schaumfestiger im trockenen Haar nicht mehr sichtbar sein sollen, bewirkt Gel das genaue Gegenteil. Es akzentuiert einzelne Strähnen und verleiht der Frisur den sogenannten Nass-Effekt. Verschiedene Stärkegrade sorgen darüber hinaus für Halt. «Die Haare kleben zusammen und werden fest», beschreibt es Franz-Josef Küveler. Allerdings werde Gel auf einer Alkoholbasis hergestellt, erläutert Guido Wirtz. Der Landesinnungsmeister beim Landesverband Friseure & Kosmetik Rheinland empfiehlt es daher nicht als Pflegeprodukt, da Alkohol die Haare austrocknet.

Wachs: Wie Gel eignet sich Wachs nur für kurzes bis mittellanges Haar. Es gibt der Frisur Struktur und bändigt widerspenstige Strähnen. Dabei bleibe es formbar, werde also nicht fest wie Haargel, beschreibt Birgit Huber. Da Wachs viele Pflanzen- und Mineralfette enthält, lässt es sich nicht auskämmen und ist schwer auszuwaschen. Feines Haar verliert durch das schwere Wachs an Volumen.

Matte-Pasten: Wer Matte-Pasten verwendet, kann Vorteile von Gel und Wachs kombinieren. Die Paste beruhe auf einer Mischung aus Fett- und Alkoholbasis, erläutert Guido Wirtz. Im Gegensatz zu Gel und Wachs wirken die Haare mit Matte trocken - ganz im Sinne des modernen «Surfer-Looks». Auch eine Mütze kann der Frisur nichts mehr anhaben, weil das Haar modellierbar bleibt.

Spray: Haarspray rundet das Haarstyling ab. «Was man sich vorher bei der Frisur an Mühe gegeben hat, will man mit Spray haltbar machen», sagt Franz-Josef Küveler. Spray verleiht der Frisur dauerhaften Halt und - je nach Variante - auch Glanz. Dabei soll es besonders vor äußeren Einflüssen schützen wie Sonne, Regen oder Wind.

Lack: Spray und Lack unterscheiden sich vor allem durch ihre Stärke. «In Lack sind die Festigungsbestandteile höher konzentriert», erklärt Wirtz. Deshalb diene es insbesondere dem Abschluss von extremen Frisuren, erklärt Birgit Huber. Wie Spray kann Lack der Frisur auch mehr Volumen geben - Gel, Wachs und Matte-Paste eignen sich dazu nicht. Von Lea Sibbel, dpa

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