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Ionentechnik & Keramikschicht: Neue Styling-Geräte fürs Haar

Hamburg Ionen-Föhne und Keramik-Glätteisen verwandeln Haare schonend in eine wilde Löwenmähne oder eine glänzende Wasserfall-Frisur.

Wer die Haare regelmäßig pflegt und einige Profitricks beachtet, kann die neuen Geräte auch mehrmals in der Woche verwenden.

Wilde Locken, sanfte Wellen oder seidige Glätte: Mit Föhn, Lockenstab und Glätteisen kann jede Frau der Natur auf die Sprünge helfen. Doch der Umgang mit Glätteisen und Co. will gelernt sein. Andernfalls drohen Spliss und trockene Strähnen. Die Hersteller der neuesten Geräte setzen deshalb auf Ionentechnik und spezielle Beschichtungen, die das Haar schützen sollen.

Besonders schnell und schonend soll das Haar mit Hilfe von Ionentechnik trocknen, wie sie beispielsweise der Haartrockner «AC5010» von Remington bietet. Die Ionen bewirken, dass die Wassermoleküle im Haar kleiner aufgespalten werden. Dadurch soll das Haar schneller trocknen.

Haarstylistin Marlies Möller aus Hamburg kann das bestätigen: «Wir haben nur gute Erfahrungen mit solchen Föhnen gemacht. Ionen-Föhne bringen auch einen schöneren Glanz ins Haar als herkömmliche Geräte, da die Schuppenschicht schneller versiegelt wird.»

Vor der ersten Anwendung eines Glätteisens sollten sich Frauen von ihrem Friseur beraten lassen. «Vor allem bei den Partien am Hinterkopf ist die Gefahr sehr groß, dass sich ein Anfänger verbrennt», warnt André Märtens, Friseur in Berlin und Head of Hair der Berliner Fashionweek 2010. «Die Wasserstoffverbindungen der Moleküle im Haar werden durch die Wärme des Eisens geöffnet und können an anderer Stelle wieder geschlossen werden», erklärt Märtens die Funktionsweise dieser Geräte.

Ob Locken oder glatte Haare , die meisten Eisen sind können beides. Hersteller gibt es viele. Um sich zurechtzufinden, rät Star-Friseur Udo Walz aus Berlin zu folgenden Auswahlkriterien: «Das Glätteisen sollte aus Keramik sein und teflonbeschichtet, so dass es leicht durchs Haar gleitet.» Außerdem sollte es nicht heißer als 180 Grad werden. Das sei die oberste «Schmerzgrenze» für Haare.

Solche Qualität bietet etwa der Hersteller ghd mit den aktuellen Serien «Pink is back» und der «Colour Collection». Die Glätteisen haben einen «intelligenten» Prozessor, der die Hitze je nach Haarstärke dosiert. Mit dem Gerät lassen sich glatte Haare, aber auch verschiedene Lockengrößen stylen.

Wie ein chirurgisches Werkzeug kommt das Eisen «Salon Super Stylist 13-in-1» von Philips daher. Acht austauschbare Aufsätze machen verschiedene Stylings möglich. Mit dem Bürstenaufsatz lassen sich zum Beispiel sanfte Wellen formen.

Eine Alternative zum Eisen sind Lockenstäbe etwa aus der Reihe «Profiline» von Babyliss oder der «Multi Warmluftstyler» von Remington. «Lockenstäbe sind aufgrund ihrer Form einfacher zu handhaben als Glätteisen und deswegen besonders gut für Anfänger geeignet», sagt Walz.

«Wichtig ist in jedem Fall, dass die Haare zuerst am kräftigeren und gesünderen Ansatz gelockt und erst danach die dünneren, oft strapazierten Längen bearbeitet werden», erklärt Möller. Clipse und Spangen zum Unterteilen der Haare sorgten für eine bessere Übersicht und einfacheres Arbeiten. «Ganz besonders viel Aufmerksamkeit und Vorsicht ist bei den sensiblen Spitzen geboten. Sie müssen sehr exakt geformt werden, damit es keine Knicke im Haar gibt.»

Wer seine Haaren wie einen Wasserfall über den Rücken fließen lassen will, erreicht das mit einem Glätteisen wie dem «SalonStraight Control» von Philips. «Für den gerade angesagten Sleek-Look, also eine glatte, seidig glänzende Mähne wird das Eisen gleichmäßig und zügig durchs Haar gezogen», erklärt Märtens.

Wie oft die Haare mit Stylinggeräten bearbeitet werden können, hängt von der Pflege ab. «Wer seine Haare sorgfältig behandelt, kann Glätteisen und Lockenstäbe schon mehrmals die Woche benutzen», sagt Märtens. Bei splissigen, abgebrochenen Haaren lässt man aber besser die Finger von solchen Geräten. Dauerwelle ist keine echte Alternative Die Dauerwelle ist keine Alternative zum täglichen Locken-Styling. «Dauerwell-Locken sehen ganz anders aus. Sie sind kleiner und enger als die großzügigen Locken des Eisens», erklärt Hairstylistin Marlies Möller. Diese großen Hollywood-Locken könne eine Dauerwelle nicht ins Haar bringen. «Die Locken, die mit dem Eisen entstehen, haben auch viel mehr Sprungkraft und sehen moderner aus», ergänzt der Berliner Starfriseur André Märtens. Die Dauerwelle sehe dagegen immer noch aus wie ein Überbleibsel der 80er Jahre. Von Patrizia Schlosser, dpa

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