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Mode

Föntolle und Cardigan: Der «Preppy Chic» kommt

Frankfurt/Main Bootsschuhe, Polohemden, Strickjacken - der sogenannte «preppy chic» ist derzeit angesagt.

Kennzeichnend sind Anleihen von Universitäts-Uniformen und Sportarten wie Tennis, Segeln, Polo oder Cricket.

«Der Begriff stammt vom englischen 'preparatory school' - also die privaten Vorbereitungsschulen für die amerikanische Elite-Colleges», erklärt Modeexpertin Silke Gerloff aus Frankfurt. Ihr zufolge wurde die Bezeichnung in den 1950er Jahren an der US-amerikanischen Ostküste geprägt und stehe für den «smarten, aufgeräumten, mitunter etwas biederen Stil der Söhne und Töchter aus gutem Hause».

Seinen eigentlichen Ursprung habe der Preppy-Stil aber nicht in Neuengland, sondern in Großbritannien - dort wurde er auch an den Unis in Oxford und Cambridge schon gepflegt. «In den 1980er Jahren kam der Stil in der Popper-Welle dann erstmals auch nach Deutschland», erklärt Gerloff. Seine typischen Attribute: «Der Stil ist eher unisex orientiert - einzelne Kleidungsstücke werden von Frauen und Männern getragen, zum Beispiel Clubblazer, Cardigans, Blousons, Polohemden, Chinos, Bermudas, Cashmere-V-Ausschnitt-Pullover, Pullunder, Sweatshirts und Rugby-Shirts.»

Die Männer tragen laut Gerloff kurze Haare, «gerne Seitenscheitel mit angedeuteter 'Föntolle' sowie Hemd, Krawatte und Sakko». Bei den Frauen sei der Pferdeschwanz ein typisches Merkmal für den Stil. «Der Look eignet sich eigentlich nur für sehr junge Leute», warnt Gerloff. Das lässt sich allein schon daran ablesen, wie er in den aktuellen Kollektionen umgesetzt ist. Der «School-Girl-Look» zum Beispiel falle durch kurze Röcke - gern mit Karos - auf, dazu lange Kniestrümpfe, Blazer und Haarreifen. Bei den Herren kommen Jerseyblazer, Chino-Hosen, Wappen-Applikationen, schmale Gürtel, große Karos, Cardigans und Brillen im Stil der 1980er Jahre zum Einsatz.

dpa-infocom