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«Silicon Saxony» in Dresden: Heimspiel für die Branche

Dresden Schon die Entscheidung für Dresden war für die Branche ein langersehnter Schub.

Als Sachsens Landeshauptstadt vor einem Jahr zum Austragungsort des 5. IT-Gipfels der Bundesregierung gekürt wurde, hatte die hiesige Halbleiterindustrie gerade mit Mühe die schlimmste Phase der Wirtschaftskrise hinter sich gebracht. Die Ortswahl verstand man in Dresden auch als Signal: Jetzt kommt die politische Rückendeckung, die wir brauchen.

Im Kampf gegen die billige Konkurrenz vor allem aus Asien hatten sich die Unternehmen schon auf verlorenem Posten gesehen. Man brauchte die Politik, um die Standorte zu stärken. Das ist nun ein Jahr her, die Branche hat sich weitgehend erholt und zeigt sich in bester Stimmung. «Die Krise ist zunächst mal vorbei», meldete das Branchennetzwerk «Silicon Saxony», das sich den Namen gegeben hat, den auch die Region um Dresden einst verpasst bekam.

Silizium-Sachsen, so die deutsche Übersetzung, punktet mit dem, was die Industrie anderswo kaum bekommt: Forschung, Entwicklung und Produktion an einem Ort. Rund 1.500 Unternehmen mit rund 43 000 Beschäftigten rechnet das sächsische Wirtschaftsministerium der Sparte IT und Mikroelektronik zu - vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum Großunternehmen. Flankiert wird das Netzwerk nicht nur von Unis und Fachhochschulen, sondern auch von neun Fraunhofer-, vier Leibniz- und zwei Max-Planck-Instituten.

Grund genug etwa für den Chip-Hersteller Globalfoundries, ein amerikanisch-arabisches Joint Venture, in Dresden seinen weltweit wichtigsten Standort aufzubauen. Das Werk im Norden der Stadt wird gerade für mehr als 1,2 Milliarden Euro aufgerüstet. Die exzellente Ausbildung der Mitarbeiter wiege die Kostennachteile gegenüber asiatischen Standorten locker auf, betont Globalfoundries-Chef Douglas Grose immer wieder. Dass die EU die Mikroelektronik inzwischen offiziell zur Schlüsseltechnologie für die Zukunft Europas ernannt hat, gibt zudem die nötige Planungssicherheit.

Zudem arbeiten die Sachsen an der Zukunft. Das Spitzencluster «Cool Silicon» hat sich dem Thema Energieeffizienz verschrieben. Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten gemeinsam daran, hohe Leistung und niedrigen Energieverbrauch in den Chips von morgen miteinander zu vereinbaren. Der Bund fördert das Projekt mit 40 Millionen Euro. «Energieeffiziente Technologien sind die Zukunft, und wir sind froh, dass die Bundesregierung uns dabei unterstützt, dass wir hier solche Technologie entwickeln können», betont Cluster-Koordinator Thomas Mikolajick. Erste Erfolge kann sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun live in Dresden ansehen. Wenn es nach «Cool Silicon» geht, soll das Thema beim IT-Gipfel eine zentrale Rolle spielen.

Programm IT-GipfelVon Nico Esch, dpa

dpa-infocom


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