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«Medal of Honor» nimmt Afghanistan als Kulisse

Köln Schon der Ort des Spielgeschehens sorgte für Schlagzeilen: Darf der Afghanistan-Konflikt den Rahmen für einen Ego-Shooter bilden? Die Macher von «Medal of Honor» scheuten nicht davor zurück.

Im Gegenteil, sie gingen noch weiter: Der Spieler sollte nach früheren Planungen auch die Rolle der Taliban übernehmen und alliierte Soldaten erschießen können. Erst nach Protesten strich Electronic Arts zumindest den Namen «Taliban» aus dem Spiel. Das alles dürfte den Verkaufszahlen nicht schaden - Provokation gehört zum Geschäft.

Erstmals in der «Medal of Honor»-Serie geht es nicht um den Zweiten Weltkrieg, sondern um die heutige Zeit: Im Spiel dreht sich alles um eine Spezialeinheit der US-Streitkräfte, die verschiedene Missionen im zerrütteten Afghanistan übernehmen muss. Dabei geht es immer gegen die Taliban, die mit ihrer Guerilla-Strategie die NATO-Streitkräfte zermürben. In der von Danger Close entwickelten Einzelspieler-Kampagne gilt es, Mission für Mission zu erledigen. In einer Multiplayer-Version können auch mehrere Spieler gegeneinander antreten - und eben auch als Gegner der US-Truppen aktiv werden. Diese Version hat das Enwicklungsstudio Dice programmiert, das durch die «Battlefield»-Reihe bekannt geworden ist. Infos zum Spiel «Medal of Honor», Ego-Shooter für PC, Xbox 360 und PS3 von Electronic Arts; freigegeben ab 18 Jahren

dpa-infocom


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