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BVB baut Vorsprung aus - Bayern haken Titel ab

Düsseldorf Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund scheint auf seinem Weg zum siebten Meistertitel kaum zu stoppen.

Mit dem 2:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg durch die Treffer von Mats Hummels (23. Minute) und Robert Lewandowski (88.) baute die Mannschaft von Jürgen Klopp (40 Punkte) den Vorsprung auf Mainz 05 sogar auf zehn Punkte aus. Die Herbstmeisterschaft hatte der BVB bereits nach der 1:2-Schlappe des FSV am Samstag in Frankfurt in der Tasche. Noch nie hatte ein Team seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (1995/1996) nach 15 Spieltagen ein so großes Punkte-Polster wie die Borussia. Dritter ist Bayer Leverkusen (29) nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln.

Bye, bye Bayern. Der Rekordmeister aus München verabschiedete sich schon tags zuvor von seinen Meisterträumen. Das Statement von Philipp Lahm nach dem 0:2 beim FC Schalke 04 klang wie eine Kapitulation. «Von der Meisterschaft brauchen wir im Moment nicht mehr zu reden und sollten uns lieber auf einen Champions-League-Platz konzentrieren», sagte der Nationalspieler. Selbst Optimist Louis van Gaal wirkte mutlos. Auf die Frage, ob die Titelverteidigung in unerreichbare Ferne gerückt sei, antwortete der Trainer: «Das kann man sagen. Ich glaube, dass es jetzt soweit ist.» Nach dem BVB-Sieg haben die Bayern sogar schon 17 Punkte Rückstand auf die Westfalen.

Mit versteinerten Mienen verfolgten die Führungskräfte Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß auf der Schalker Tribüne das Trauerspiel. Zum wiederholten Male gab der FC Bayern nach starker erster Hälfte ein Spiel in den zweiten 45 Minuten noch aus der Hand. «Das ist in meinen Augen eine unglaubliche Niederlage», klagte van Gaal, dessen Team im fünften Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg blieb. Auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer gab ein neues Saisonziel aus. «Man sollte sich auf Platz zwei konzentrieren. Dann wird der FC Bayern eben mal nicht deutscher Meister.»

Eine Weltklasse-Leistung von Manuel Neuer raubte den Bayern den Nerv. Zahlreiche Paraden dürften das Interesse der Münchner an einer Verpflichtung des Nationaltorhüters noch erhöht haben. Neuer avancierte zum Hauptdarsteller und trug dazu bei, dass das Team eine Woche nach der 0:5-Schlappe in Kaiserslautern wieder Frieden mit den Fans schloss. «Er ist der beste Torhüter der Welt», schwärmte Trainer Felix Magath.

Wie die Bayern verpassten die Mainzer in Frankfurt die Chance, mit dem BVB halbwegs Schritt zu halten. Der Elfmeterpfiff von Referee Florian Meyer in der 84. Minute nach einem angeblichen Handspiel von Jan Kirchhoff verhagelte FSV-Coach Thomas Tuchel die Laune: «Ich habe kein TV-Bild gesehen, in dem man ein Handspiel erkennen kann.» Mit seinem bereits 13. Treffer besiegelte Eintracht-Angreifer Theofanis Gekas die fünfte Saisonschlappe der Mainzer.

Dagegen nutzte Leverkusen die Gunst der Stunde und rückte Mainz auf die Pelle. Doch das knappe 3:2 gegen tapfer kämpfende Kölner war durchaus glücklich. Denn nach einem 1:3-Rückstand kam der von Lukas Podolski angetriebene FC durch das Tor von Martin Lanig (65.) noch einmal gefährlich auf, auch wenn es am Ende mit dem ersten FC-Sieg gegen Bayer seit 13 Jahren nichts wurde. So bleiben die Sorgen beim Vorletzten groß. «Wir hatten die reifere Spielanlage und waren deshalb der etwas verdientere Sieger», sagte Simon Rolfes.    

Auch in Nachbar-Duellen zwischen Wolfsburg und Bremen sowie Stuttgart und Hoffenheim ging es nicht nur um Punkte, sondern um viel Prestige. Bei der Nullnummer in Wolfsburg sorgten vor allem zwei verschossene Elfmeter der Kapitäne Torsten Frings und Edin Dzeko für Aufregung. Nach seiner Auswechslung verweigerte Dzeko dem Wölfe-Coach Steve McClaren den Handschlag.

Im baden-württembergischen Derby kam der kriselnde VfB nicht über ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim hinaus. Obwohl die Schwaben nach dem Platzverweis für Isaac Vorsah 50 Minuten in Überzahl agierten, reichte es nicht zum bitter notwendigen Sieg. Deshalb muss das Team von Trainer Jens Keller weiter mit dem Relegationsplatz vorlieb nehmen. «Die Leidenzeit geht weiter», klagte Manager Fredi Bobic.

Größtes Sorgenkind bleibt Borussia Mönchengladbach. Nach dem 1:2 gegen Hannover 96 rangiert der Altmeister mit nur zehn Punkten am Tabellenende. Dennoch weigert sich die Clubführung, mit branchenüblichen Mitteln zu reagieren. «Wenn es nun keine exorbitanten Ergebnisse gibt, werden wir mit Michael Frontzeck in die Rückrunde gehen», sagte Sportdirektor Max Eberl. Dagegen kann Hannover nach dem vierten Sieg in Serie als Vierter mehr denn je auf einen Europapokal-Platz hoffen. «Wir stehen wunderbar da», befand Trainer Mirko Slomka.

dpa-infocom


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