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Köln unter Druck: Bedient, beklaut, bedröppelt

Leverkusen Die Punkte auf dem Rasen verloren, in der Kabine von einem Dieb beklaut.

Dem 1. FC Köln blieb beim bitteren 2:3 im Rhein-Derby bei Bayer Leverkusen nichts erspart.

Rund 3000 Euro Bargeld, Handys , Uhren und edle Kulturbeutel wurden den Profis des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten während der Partie von einem noch unbekannten Täter gestohlen, teilte Bayer-Sprecher Dirk Mesch mit und entschuldigte sich für die peinliche Sicherheitslücke: «Das ist uns natürlich unangenehm.» Wie sich der Langfinger Zugang zu der Umkleide verschaffen konnte, wird noch ermittelt.

Lukas Podolskis Sachen blieben in der Kabine zwar unberührt, dennoch fühlte sich auch der sehr engagiert spielende FC-Stürmer beraubt. In der 58. Minute hatte er den Ball ins Tor geknallt, doch Referee Felix Brych erkannte den Treffer zum vermeintlichen 2:2 wegen abseits nicht an. «Eine Fehlentscheidung», wetterte Podolski, der in den Katakomben aus Frust eine Scheibe eintrat und danach darum bat, ihm die Rechnung dafür zu schicken.

Dass nur drei Minuten später Stefan Reinartz das vorentscheidende 3:1 für die Werkself schoss, schürte den Ärger zusätzlich. Zuvor hatten Patrick Helmes (21.) und Tranquillo Barnetta (55.) für Bayer getroffen; Pedro Geromel (27.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1. Der eingewechselte Martin Lanig (65.) brachte mit dem 2:3 Bayer zwar noch in Bedrängnis, doch es reichte weder für einen Punkt noch für den ersten Sieg seit 1997.

«Die Situation wird schwierig. Natürlich stehen wir unter Zugzwang», sagte Lanig. Vier Punkte beträgt nun der Abstand zum Nichtabstiegsplatz 15. «Wir treten auf der Stelle. Ich bin aber überzeugt, dass wir für diese gute Leistung in einem anderen Spiel belohnt werden», hofft Kölns Trainer Frank Schaefer auf ausgleichende Gerechtigkeit möglichst vor der Winterpause noch gegen Eintracht Frankfurt oder beim FC Schalke 04.

Schnell, aber nicht überhastet will der 1. FC Köln bei der Suche nach einem Sportdirektor vorankommen. «Qualität vor Zeit», heißt die Devise von Geschäftsführer Claus Horstmann, der nach der Trennung von Manager Michael Meier den Markt sondiert. Prominente Kandidaten wie Klaus Allofs (Bremen), Dietmar Beiersdorfer (Salzburg), DFB- Sportdirektor Matthias Sammer, Horst Heldt (Schalke) oder Jörg Schmadtke (Hannover) haben abgesagt oder kein Interesse an dem Job.

«Es gibt gute Gespräche, aber noch nichts Konkretes», erklärte Kölns Vereinssprecher Christopher Lymberopoulus. Bestätigen wollte er nicht, ob Jan Schindelmeiser (zuletzt Hoffenheim), Gerhard Poschner (ehemals Real Saragossa) und Oliver Kreuzer (Sturm Graz) zum Bewerberkreis zählen.

Bayer 04 hat all diese Probleme nicht , ärgerte sich dafür aber auf hohem Niveau. «Das war ein Arbeitssieg, nicht ganz so brillant wie sonst», gab Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler zu. «Am Ende mussten wir den Sieg über die Zeit retten.» Mit einem Punkt Rückstand auf den Ligazweiten FSV Mainz 05 und elf Zählern auf Borussia Dortmund geht Bayer in den Hinrunden-Endspurt. Außerdem ist der Einzug in die K.o-Runde der Europa League schon perfekt. «In Anbetracht der vielen Verletzten ist es für uns zufriedenstellend gelaufen», resümierte Völler. «Wenn wir die nächsten zwei Spiele noch gewinnen, wäre es sogar sehr gut.» Von Andreas Schirmer, dpa

dpa-infocom


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