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Damen hui, Herren pfui: Sprint-Dilemma geht weiter

Düsseldorf Damen hui, Herren pfui - der Heim-Sprint-Weltcup der Langläufer offenbarte wieder einmal das ganze Dilemma des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Die Oberwiesenthalerin Denise Herrmann schaffte es bis ins Halbfinale und schied dort nach einem Sturz unglücklich aus.

Es siegte die Italienerin Arianna Follis. Bei den Herren kam Tim Tscharnke aus Biberau als bester Deutscher beim Erfolg des Schweden Emil Jönsson auf Rang 43 - indiskutabel, zumal es Athleten gibt, die extra für die Kurzstrecke trainieren und für die der Verband einen Trainer mitfinanziert.

«Ich will nach einem Sprint noch keine Zwischenbilanz ziehen, das passiert nächste Woche in Davos. Aber es ist klar: Mit dem Abschneiden hier können wir nicht zufrieden sein. Von Tim, vor allem aber von Josef Wenzl und Daniel Heun hatte ich viel mehr erwartet. Das ist schon enttäuschend», resümierte Bundestrainer Jochen Behle. Wenzl, 2007 in Düsseldorf noch gefeierter Sieger, und Heun trainieren in einer gemeinsamen Sprint-Gruppe mit den Schweizern beim Norweger Tor Arne Hetland, der vom DSV mitfinanziert wird. Die Eidgenossen stellten zumindest einen Halb- und zwei Viertelfinalisten. «Es gibt verschiedene Sichtweisen, wie man mit Sprintern arbeitet. Meine Philosophie ist eine etwas andere als die von Tor Arne», sagte Behle.

Die Herren machten auf dem tiefen Geläuf am Rheinufer taktische Fehler. Tscharnke und Wenzl starteten furios, brachen aber in der zweiten Runde der Qualifikation gnadenlos ein. Heun fand gar keine Bindung. «Die Schnelligkeit war da, aber dann sind die Muskeln zugegangen, und ich war chancenlos», sagte Wenzl enttäuscht. «Man braucht als Sprinter Schnelligkeit, keine Frage. Aber eben auch eine Grundausdauer, um auch am Ende noch etwas zum Zusetzen zu haben», betonte Behle.

Er war mit den Damen zufrieden, auch wenn Denise Herrmann die mögliche Finalteilnahme verpasste. «Ich habe mich gut gefühlt, bin Windschatten gelaufen, um auf der Zielgeraden anzugreifen. Aber dann ist mir die Norwegerin auf den Ski getreten, und vorbei war es», erzählte die Oberwiesenthalerin, die wie Hanna Kolb (Buchenberg/15.) nun die Hälfte der Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften erfüllt hat. Nicole Fessel (Oberstdorf) belegte Platz 14. «Damit kann ich gut leben. Solche Rennen brauchen die Mädels, um weiter zu reifen und taktisch zuzulegen», bemerkte Behle.

dpa-infocom


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