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VW Touareg: Auf Sparflamme durch dick und dünn

Hamburg VW reißt das Ruder herum: Nachdem der Touareg bislang mit seinem Zwillingsbruder Porsche Cayenne in Sippenhaft genommen und als Klimakiller gegeißelt wurde, gehen die Niedersachsen jetzt mit der zweiten Generation auf Kuschelkurs.

Das neue Modell, das seit Mitte April im Handel ist, ist spürbar leichter, es gibt für alle Versionen eine Start-Stopp-Automatik und der Halter fährt mit gründlich überarbeiteten Motoren auf Sparflamme durch dick und dünn. Keine Motorvariante zeigt den Kurswechsel besser als der Hybrid-Antrieb, der im Touareg seine VW-Premiere feiert.

Zwar ist die elektrische Schleichfahrt ebenso eindrucksvoll wie das sogenannte Boosten mit 279 kW/380 PS und bis zu 380 Nm, bei dem der 2,2 Tonner in 6,5 Sekunden auf Tempo 100 schnellt. Und auch der Blick auf den Bordcomputer ist imposant. Doch lässt sich VW das Sparen teuer bezahlen: Mit einem Grundpreis von 75 765 Euro ist der Teilzeitstromer die teuerste Touareg-Variante.

Der Diesel ist billiger und stärker

Viel besser bedient ist man deshalb mit dem drei Liter großen Diesel, der über 20 000 Euro billiger ist und obendrein noch fast einen Liter weniger verbraucht. Natürlich ist sein Antritt nicht ganz so gewaltig, und bei Vollgas braucht man etwas länger, bis die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist. Aber 176 kW/240 PS und vor allem das stattliche Drehmoment von 550 Nm sind mehr als ausreichend, so dass man sich nie untermotorisiert fühlt. Und ein Sprintwert von 7,8 Sekunden bis Tempo 100 ist ja auch nicht schlecht.

Selbst auf Bergstraßen schön handlich

Beeindruckend sind vor allem die Ruhe und die Gelassenheit, mit denen der Touareg seinem Kurs folgt. Kaum hörbar schnurrt der Diesel unter der stärker konturierten Haube, die Achtgang-Automatik wechselt die Fahrstufen wie von Geisterhand. Das individuell zwischen Sport und Schmusen justierbare Luftfeder-Fahrwerk bügelt die Straße glatt wie ein Seidentuch und der serienmäßige Allradantrieb garantiert überall maximale Traktion. Und wenn die Kurven enger werden, macht sich das Dickschiff überraschend dünne. Deshalb lässt sich der große VW selbst auf kleine Bergstraßen handlich und flott dirigieren.

An Gewicht, aber nicht an Statur verloren

Obwohl das Auto vier Zentner leichter geworden ist, hat der Touareg nicht an Statur verloren. Im Gegenteil: Er ist breiter, länger und hat mehr Radstand. Einzig das Dach duckt sich etwas flacher in den Wind. Von außen sieht der Wolfsburger Riese deshalb noch stattlicher und jetzt sogar etwas sportlicher aus. Und innen fühlt man sich mehr denn je als Souverän auf seiner Spur.

Egal ob auf der Autobahn, in der Altstadt oder auf bei der Matschpartie - überall ist man mit dem Touareg richtig angezogen. Dabei glänzt der Geländewagen mit einem spürbar erweiterten Platzangebot und mehr Variabilität: Weil sich jetzt die Rückbank um 16 Zentimeter verschieben lässt, kann jeder seinen persönlichen Mittelweg zwischen Beinfreiheit und Ladevolumen wählen. Selbst im ungünstigsten Fall schluckt der Touareg dann noch 520 Liter. Im besten Fall passen 1642 Liter hinein.

Mehr Überblick dank mehrerer Kameras

Weil das Ambiente vornehm, die Verarbeitung vorbildlich und die Ergonomie perfekt ist, kann einen am Steuer nichts und niemand aus der Ruhe bringen. Und nie verliert man den Überblick. Sollte es trotzdem einmal eng werden, hilft dem Fahrer ein halbes Dutzend Kameras, mit denen er auf dem Monitor in der Mittelkonsole die Umwelt aus nahezu jeder Perspektive betrachten kann.

Assistenzsysteme bis zum Abwinken

Die sogenannte Area-View ist nur eines von zahlreichen Assistenzsystemen, mit denen VW den Touareg weiter aufgerüstet hat. Wer genügend Kreuzchen in der Preisliste macht, kann zwar gut und gerne 10 oder 20 000 Euro zusätzlich ausgeben, muss dann aber kaum mehr einen Finger selber krümmen. Rücksitze und Heckklappe bewegen sich elektrisch, die Parkbremse funktioniert bei allen Modellen auf Knopfdruck, die serienmäßige Luftfederung reguliert das Niveau, Kameras helfen bei Spurführung und Spurwechsel, und sogar die Scheinwerfer schalten automatisch von Abblend- auf Fernlicht um. Dazu gibt es bis zu neun Airbags, eine automatische Abstandsregelung und ein System, das bei drohenden Auffahrunfällen automatisch in die Eisen steigt.

Fazit: Fast eine Quadratur des Kreises

Nimmt man alles zusammen, ist VW mit dem neuen Touareg beinahe die Quadratur des Kreises gelungen: Das Auto bietet spürbar mehr und verbraucht deutlich weniger. So legt VW die Meßlatte ein gutes Stück höher - und zwar nicht nur für die Konkurrenz. Denn an dem Fortschritt, den die Niedersachsen bei ihrem Geländewagen erzielt haben, werden sie sich auch bei allen anderen neuen Modellen messen lassen müssen.

DATENBLATT: VW Touareg V6 TDI
Motor und Antrieb: V6-Common-Rail-Diesel
Hubraum: 2967 ccm
Max. Leistung: 176 kW/240 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 550 Nm bei 2000-2250 U/min
Antrieb: Allradantrieb
Getriebe: Achtgang-Automatik
Maße und Gewichte
Länge: 4795 mm
Breite: 1940 mm
Höhe: 1709 mm
Radstand: 2893 mm
Leergewicht: 2099 kg
Zuladung: 761 kg
Kofferraumvolumen: 520-1642 Liter
Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit: 218 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 7,8 s
Durchschnittsverbrauch: 7,4 Liter/100 km
Reichweite: 1150 km
CO2-Emission: 195 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse: EU5
Kosten
Basispreis der Modellreihe: 52 965 Euro
Grundpreis des Touareg V6 TDI: 52 965 Euro
Typklassen: KH 24/VK 26/TK 28
Kfz-Steuer pro Jahr: 435 Euro/Jahr
(alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke)
Wichtige Serienausstattung
Sicherheit: ESP, Front- und Seiten-Airbags und Kopfairbags
Komfort: Klimaanlage, Zentralverriegelung, CD-Radio mit Touchscreen

dpa-infocom



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