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BMW X3: Der Pionier putzt sich heraus

Berlin (dpa-infocom) ­ Als BMW vor sieben Jahren den X3 an den Start gebracht hat, war der Geländewagen in seiner Klasse noch allein auf weiter Flur. Doch die Konkurrenz hat nachgezogen. Deshalb haben die Bayern den Pionier für die zweite Auflage ordentlich herausgeputzt.

Die Konkurrenz schläft nicht. Sie hat das Feld der kompakten Kraxler mit vornehmem Stammbaum dicht besetzt. Deshalb hat sich BMW für den Pionier etwas einfallen lassen. Im November bringt das Unternehmen die zweite Auflage seines Bestsellers zu Preisen ab 39 100 Euro in den Handel.

Spartechnik soll Kritiker milde stimmen

Dabei kämpft BMW nicht nur mit neuen Konkurrenten, sondern auch mit einer wachsenden Zahl von Kritikern, die Geländewagen angesichts ihres hohen Verbrauchs geißeln. Diesen Anfeindungen nehmen die Bayern mit einem strengen Sparprogramm ein wenig den Wind aus den Segeln. So hat der Wagen zwar im Format an allen Ecken ein paar Zentimeter zugelegt und hat eine bessere Sicherheits- und Komfortausstattung an Bord, wiegt aber trotz besserer Sicherheits- und Komfortausstattung gleich viel oder sogar weniger als sein Vorgänger. Außerdem gibt es ein regeneratives Bremssystem, bedarfsgerecht gesteuerte Nebenaggregate, eine elektrische Servolenkung und vor allem eine Start-Stopp-Automatik als Standard für alle Modelle. Das zeigt Wirkung: Obwohl die Motoren durch die Bank an Leistung und Drehmoment zugelegt haben, geht der Verbrauch zurück ­ im besten Fall um 14 Prozent.

Die Effizienz ist nicht der einzige Kritikpunkt, der an die Entwicklungsmannschaft gerichtet wurde. Auch der Ruf nach mehr Fahrkomfort ist angekommen. Beim ersten X3 waren die Ingenieure im Bemühen um eine besonders sportliche Abstimmung weit über das Ziel hinausgeschossen. Nun lässt sich das neue Auto ruhig und gelassen fahren. Dank weicherer Dämpfer, breiterer Spur und größerem Radstand haben neben dem Fahrer nun auch die Passagiere Spaß.

Knopf für die Pulsbeschleunigung

Trotzdem ist der neue X3 kein rollendes Beruhigungsmittel, sondern hat das Zeug zum Pulsbeschleuniger. Dafür reicht ein Druck auf den Fahrdynamikschalter am Mitteltunnel: Dann schnellt die Drehzahl nach oben und das Stabilitätssystem beweist mehr Toleranz: Die Lenkung ruft nach einer kräftigen Hand, das Gaspedal reagiert feinfühliger, und die Dämpfer beweisen plötzlich wieder Härte. Wer dann noch die Performance Control bestellt hat, die das innere Rad ein wenig abbremst, schnurrt fast so schnell und sportlich um die Kurven wie ein Slalomfahrer auf der Skipiste.

Dazu passt am besten der 3,0-Liter-Motor aus dem 35i. Der Sechszylinder ist neben einem Vierzylinder-Diesel mit 135 kW/184 PS im Einstiegsmodell 20d vorerst der einzige Benziner und garantiert ausgesprochen sportliche Fahrleistungen. 225 kW/306 PS und bis zu 400 Nm reichen für einen Sprintwert von 5,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h. Zwar kann der Kraxler damit unter lautem Brüllen sehr wohl die Muskeln spielen lassen. Doch auch dem Sechszylinder wohnt eine große Gelassenheit inne, die mit der neuen Achtgang-Automatik noch gesteigert wird. Während sie die Gänge fast unmerklich wechselt, schnurrt der Motor deshalb bei normaler Gangart kaum merklich und tief unten im Drehzahlkeller. Davon profitiert man auch an der Tankstelle: Mit 8,8 Litern (CO2-Ausstoß 204 g/km) verbraucht der 35i acht Prozent weniger als sein schwächerer Vorgänger.

Ein Ambiente wie im Fünfer

Dass man in einem Geländewagen fährt, merkt man beim X3 nur an der höheren Sitzposition oder am erweiterten Aktionsradius. Ums Lenkrad herum wirkt der Wagen dagegen so edel und elegant wie ein 5er Kombi ­ das erstmals in dieser Klasse angebotene Head-Up-Display eingeschlossen.

Auch das Platzangebot hat nichts mehr von der Enge der ersten Generation: Vorn hat man so viel Platz wie im X5, hinten können jetzt auch Erwachsene bequem sitzen. Und der Kofferraum kann es mit jedem Kombi aufnehmen: 550 Liter passen hinter die auf Wunsch elektrisch aufschwingende Heckklappe. Außerdem lässt sich die Rückbank nun in drei Teilen umlegen und das Fassungsvermögen so auf bis zu 1600 Liter steigern. Und wem auch das noch zu wenig ist, den verweist BMW auf die deutlich gewachsene Anhängelast.

Fazit: Ein Bayer mit dem Zeug zum Bestseller

Bei der Premiere war der X3 noch der erste seiner Art. In der zweiten Auflage ist er einer von vielen. Doch die Ingenieure haben viel getan, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten: Die Motoren sind stark und sparsam, das Fahrverhalten betont komfortabel oder sehr sportlich, die Platzverhältnisse üppig und das Design schnörkellos ­ so hat der Bayer weiterhin das Zeug zum Bestseller.

Datenblatt: BMW X3 35i
Motor und Antrieb: Sechszylinder-Benzindirekteinspritzer mit Doppelturbo
Hubraum: 2979 ccm
Max. Leistung: 225 kW/306 PS bei 5800 U/min
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1200 bis 5000 U/min
Antrieb: Allradantrieb
Getriebe: Achtgang-Automatik mit Start-Stopp
Maße und Gewichte
Länge: 4648 mm
Breite: 1881 mm
Höhe: 1661 mm
Radstand: 2810 mm
Leergewicht: 1880 kg
Zuladung: 560 kg
Kofferraumvolumen: 550-1600 Liter
Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit: 245 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 5,7 s
Durchschnittsverbrauch: 8,8 Liter/100 km
Reichweite: 760 km
CO2-Emission: 204 g/km
Kraftstoff: Super
Schadstoffklasse: EU5
Kosten
Basispreis der Modellreihe: 39 100 Euro
Grundpreis des X3 35i: 51 850 Euro
Typklassen: HP 21, VK 23, TK 24
Kfz-Steuer: 228 Euro/Jahr
Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung
Sicherheit: ESP, sechs Airbags, aktive Kopfstützen
Komfort: Klimaanlage, Tempomat, CD-Radio
Spritspartechnik: Start-Stopp-Automatik, regeneratives Bremssystem, Schaltanzeige

dpa-infocom



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