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Fußball

Nach brutalem Tritt: Bochums Concha operiert

Berlin Die Bilder vom brutalen Tritt gegen den Bochumer Matias Concha haben nicht nur in der 2. Liga Schock und Mitleid ausgelöst.

Mit seiner rücksichtslosen Aktion hatte Union-Spieler Macchambes Younga-Mouhani dem Schweden das Schien- und Wadenbein gebrochen.

Concha wurde noch in der Nacht zum Dienstag in Berlin operiert und kann bis mindestens Ende April seinen Beruf nicht ausüben. «Das ist ein teuer erkaufter Sieg», hatte Bochums sichtlich betroffener Trainer Friedhelm Funkel nach dem 1:0 des VfL in der 2. Fußball-Bundesliga beim 1. FC Union Berlin erklärt.

Bochums Sportvorstand Thomas Ernst wurde deutlich: «Ich will dem Berliner nicht unterstellen, Matias vorsätzlich verletzt zu haben. Wenn man die Bilder sich jedoch anschaut, muss man von einem bösen Foul sprechen. Eine Aktion, bei der der Spieler, so wie er da hingeht, eine schwere Verletzung in Kauf nimmt.»

Der 30-jährige Concha, der bis 2007 auch für die schwedische Nationalmannschaft gespielt hatte, muss nach Angaben seines Vereins noch einige Tage im Unfallkrankenhaus Marzahn bleiben. «Es war eine komplette Unterschenkelfraktur. Da der Bruch stark verschoben war, war an einen Transport nicht zu denken», sagte Mannschaftsarzt Karl- Heinz Bauer.

Younga-Mouhani hatte sich direkt nach dem Spiel vor Fernsehkameras für sein Foul entschuldigt: «Das tut mir wirklich leid. Das ist Sport, einer von uns beiden wollte an den Ball kommen. Aber wenn man es jetzt so sieht, ist es brutal.»

In Absprache mit dem VfL Bochum will der Sünder Concha im Krankenhaus besuchen, sobald dessen Gesundheitszustand es zulässt. «Ich möchte mich unbedingt noch einmal persönlich bei ihm entschuldigen und ihm gute Besserung wünschen», sagte der Mittelfeldspieler: «Wenn ich könnte, würde ich diese Verletzung gern ungeschehen machen, leider ist das nicht möglich.»

Vor dem Mannschaftsbus der Bochumer war es noch zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem aus Kongo stammenden Younga-Mouhani und VfL-Torwarttrainer Peter Greiber gekommen. Ordner und Polizei haben nach Angaben der Bochumer den Streit geschlichtet. «In der Situation hält Mac ein bisschen drüber, um selber nicht verletzt zu werden. Dass er ihn nicht absichtlich verletzten wollte, steht für mich außer Frage», kommentierte Union-Trainer Uwe Neuhaus die Szene, die auch auf beiden Trainerbänken für Entsetzen gesorgt hatte.

«Solche Szenen braucht kein Mensch , sie passieren leider immer wieder. Wir hoffen, das Matias Concha schnell wieder gesund wird», betonte Neuhaus und beschrieb Younga-Mouhani als «normalerweise wirklich fairen Spieler». Kollege Funkel kritisierte zwar die «etwas rüde» Attacke des Berliners: «Er wollte aber Matias mit Sicherheit nicht verletzen.»

Younga-Mouhani hatte lange nicht gespielt und war nur durch die Ausfallmisere der «Eisernen» in die Startelf gerückt. Offenbar war der 36-jährige Routinier völlig übermotiviert, schon in Halbzeit eins stieg er gegen Mahir Saglik brutal ein. Auch Neuhaus beschwichtigte jedoch: «Absicht zu unterstellen, wäre nicht fair. Er erwischt ihn total unglücklich. Mir tut das wahnsinnig leid.»

dpa-infocom



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