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Daimler-Boss: Schumacher hat uns nicht enttäuscht

Stuttgart Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat nach einer ernüchternden Comeback-Saison Rückendeckung vom Boss bekommen.

«Er hat uns nicht enttäuscht», beteuerte Daimler-Chef Dieter Zetsche im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Der «weniger wettbewerbsfähige» Silberpfeil sei schuld daran, dass der siebenmalige Champion als WM-Neunter zumeist abgeschlagen der Spitze hinterherfuhr. In der zweiten Saison des holprig gestarteten Mercedes-Werksteams werde der Druck auf Schumacher & Co. aber unweigerlich wachsen, meint Zetsche. «Das ist völlig klar.»

Schumacher weiß, dass 2011 keine Entschuldigung mehr gelten wird. «Wir haben sehr klare Ziele, die wir erreichen wollen, und wir wissen, dass wir in diesem Jahr dahinter zurückgeblieben sind», erklärte der 41-Jährige. Mit der Verpflichtung des PS-Idols hatte auch Zetsche enorme Erwartungen verknüpft. An der Seite von Nico Rosberg sollte Schumacher als «eine deutsche Nationalmannschaft der Formel 1» die Königsklasse schwarz-rot-silber färben.

Weltmeister aber wurde ein anderer Deutscher: Sebastian Vettel im Red Bull. Mercedes kam nie wirklich in Fahrt, vor allem Schumacher hatte mit dem störrischen Auto und der Eingewöhnung nach drei Jahren Pause reichlich Mühe. «Man muss aber, wenn man in der Formel 1 tätig sein will - oder im Sport überhaupt - akzeptieren, dass der Erfolg nicht verlässlich planbar ist. Sonst wäre der Sport auch sterbenslangweilig», befand Zetsche nun.

Die Konzernspitze habe keineswegs schon im ersten Jahr den Titel einkalkuliert, versicherte der 57-Jährige. Kritik müsse man aushalten. Eine weitere Saison mit Pech und Pannen aber will der Daimler-Chef nicht dulden. «Klar ist, dass die Öffentlichkeit von uns und wir auch erwarten, dass wir uns besser darstellen als in diesem Jahr», forderte Zetsche.

An den einst als «Superhirn» gefeierten Teamchef Ross Brawn erteilte Zetsche daher den Auftrag, Schumacher für 2011 ein Auto zu bauen, «auf dem er seine Fähigkeiten demonstrieren kann». Schon seit Mitte des Jahres hat Mercedes fast alle Ressourcen auf den neuen Silberpfeil konzentriert. «Wir haben die Gründe verstanden, warum es nicht so gelaufen ist. Viel wichtiger ist aber, was von jetzt an passiert», meinte Schumacher.

Hoffnung gibt dem Routinier, dass künftig auch die Rivalen Red Bull, Ferrari und McLaren wegen des neuen Ausgabenlimits mit einem deutlich geringeren Budget haushalten müssen. Mercedes hatte schon in diesem Jahr einen harten Sparkurs gefahren. Auch, weil inmitten der Wirtschaftskrise die Forderungen nach einem Ausstieg aus dem teuren Formel-1-Projekt immer lauter wurden.

Zetsche aber sieht das Werksteam der Stuttgarter als langfristiges Engagement. «Wir wollen nicht jedes Jahr neu entscheiden, sind wir jetzt drinnen oder draußen», sagte er. «Wir haben auch mit Michael Schumacher nicht einen Einjahresvertrag, sondern einen Dreijahresvertrag abgeschlossen.» Von Christian Hollmann und Stefanie Koller, dpa

dpa-infocom


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