pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Musik

Shakira in Deutschland: Heiße Hüften im kalten Winter

München In der nicht ganz ausverkauften Münchner Olympiahalle hat die Popsängerin Shakira das erste ihrer fünf Deutschlandkonzerte gegeben - wie immer mit viel nackter Haut, Hüftschwüngen und vielen Verwandlungen.

Nicht ganz passend zu Schnee und Eis steht die Welttournee des kolumbianischen Popstars unter dem Motto «The Sun comes out» (Die Sonne kommt raus).

Die 1,52 Meter «große» Sängerin erscheint ganz in pinkfarbenem Tüll in der Halle, wie ein bonbonfarbener Rauschgoldengel. Langsam schreitet die 33-Jährige zur Bühne, bleibt stehen, umarmt und küsst die Fans. Kaum ist sie auf der Bühne angelangt, reißt sie sich die «Verpackung» vom Leib und steht nur noch in schwarzen Glanzleggings da und mit goldfarbenem, bauchfreiem Top. Es folgt der erste Hüftschwung. Das Publikum johlt.

«Heute Nacht gehöre ich ganz euch», sagt Shakira. Nach dem ersten Lied gibt sie fünf Mädchen aus dem Publikum Unterricht im Hüftschwung. «Los, es ist ganz einfach», ruft sie. «Links, rechts, links, rechts.»

Das Konzert beginnt mit bekannten Stücken wie «Whenever, Wherever». Erst später singt sie die Lieder ihres neuen zweisprachigen Albums «Sale el sol», die größten Hits waren die Zugabe. Das Tempo der Lieder wird immer schneller, die Show opulenter.

Shakira liefert eine musikalische Reise durch die Kontinente mit Flamenco-Klängen, Hip-Hop-Einlagen, Bauchtanz-Rhythmen, kolumbianischer Folklore, House und Pop. Dazu passt die internationale Band Shakiras, die als Tochter einer Kolumbianerin mit spanischen Wurzeln und eines New Yorkers libanesischer Abstammung geboren wurde. Eine irische Geigerin, ein südafrikanischer Drummer und ein brasilianischer Gitarrist begleiten sie.

Shakiras Konzert bleibt bis zum Schluss eine große Verwandlungsshow. Zu den Klängen von «Gipsy» tanzt sie Flamenco, schmiegt sich an ihren Schlagzeuger, räkelt sich auf dem Boden. Später stolziert sie wie ein Model auf dem Catwalk, tanzt ausgelassen wie ein Go-Go-Girl, springt barfuß als Hippie-Mädchen über die Bühne, reibt ihren Hintern wie eine Nachtclubtänzerin an der Mikrofonstange.

Nach der Halbzeit wandelt sich auch die Bühnenshow. Grelle Blitze rasen durch die Olympiahalle, ein riesiges dreidimensionales Gesicht erscheint im Hintergrund, zwei Leinwände leuchten in Neonfarben. Als Shakira sich mit «Waka Waka» verabschiedet, stehen sie und die Zuschauer im Konfetti-Regen. Da ist sie wieder der Rauschgoldengel. Von Veronica Frenzel, dpa

dpa-infocom