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Wissenschaft

Intelligente Systeme sollen Unfälle verhindern

Karlsruhe Plötzliche Hindernisse, Fahrfehler durch Übermüdung und falsche Bremsmanöver: Mit intelligenter Technik wollen Forscher das Autofahren immer sicherer machen.

Neue Sensoren etwa könnten verschiedene Ereignisse erfassen und den Fahrern so helfen, Unfälle zu vermeiden.

Das sagte Jochen Neutz vom Fraunhofer- Institut für Chemische Technologie (ICT) am Montag in Karlsruhe. Dort beraten noch bis zum Mittwoch rund 700 Experten auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit bei der 10. internationalen Airbag-Tagung. 1974 wurde der Airbag in den USA und 1980 in Deutschland eingeführt.

«Die Herausforderungen an die Verkehrssicherheit steigen weiter», sagte Neutz. Ein Unternehmen bietet etwa eine Anzeige im oberen Teil des Lenkrads an, die den Fahrer vor Fußgängern warnt. Eine Studie mit der TU Berlin ergab, dass die Reaktionszeit des Fahrers damit um mehr als eine Sekunde reduziert und der Bremsweg um bis zu 40 Prozent verkürzt werden kann.

Bremsassistenten, Parkassistenten und Navigationssysteme seien in der Mehrzahl der in Deutschland zugelassenen Neufahrzeuge mittlerweile vorhanden. Derzeit seien Nachtsicht-Assistenten, Spurhalte- und Spurwechselassistenten sowie sogenannte Pre-Crash- Systeme auf dem Vormarsch. Sie bereiten Sicherheitssysteme wie Airbags oder Gurtstraffer auf einen möglichen Zusammenprall vor und schützen die Insassen so im Falle eines unvermeidbaren Unfalls.

Zunehmend würden auch Kameras oder Radarsysteme erprobt, um Fahrzeuge und Hindernisse zu erkennen. «So lassen sich die Schutzsysteme bereits vor einem nicht vermeidbaren Aufprall aktivieren und man gewinnt wertvolle Zeit», sagte Neutz. Im Labor scheint dies bereits kein Problem zu sein. Erschwerte Bedingungen ergeben sich bei starkem Regen, Nebel, Eis und Schnee.

Andere Systeme sollen verhindern , dass es zum Unfall kommt, indem sie - wenn nötig - gesichert in den Fahrvorgang eingreifen. So können Kameras etwa die Augen erfassen, der Computer daraus Sekundenschlaf vorhersagen - und den Fahrer mit einem Ton wecken.

dpa-infocom