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Dax rutscht wieder unter 7000er Marke

Frankfurt/Main (dpa) ­ Belastet von Gewinnmitnahmen hat der Dax die am Vortag wieder eroberte Marke von 7000 Punkten nicht halten können. Der Leitindex ging am Mittwoch mit minus 0,37 Prozent bei 6975,87 Punkten aus dem Handel.

Damit standen erstmals in dieser Handelswoche Verluste zu Buche. So mancher habe nach dem jüngsten Kursanstieg Kasse gemacht, sagten Börsianer. Zudem drücke die Uneinigkeit innerhalb Europas mit Blick auf gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder auf die Stimmung. Der MDax sank um 0,31 Prozent auf 9890,16 Punkte, der TecDax gewann 1,05 Prozent auf 820,92 Punkte.

«Das sind normale Gewinnmitnahmen auf einem solchen Niveau», sagte Marktanalyst Frank Geilfuß vom Bankhaus Löbbecke. Auffallend sei, dass insbesondere die Titel zu den Verlierern zählten, die zuletzt gut gelaufen seien - wie etwa Autowerte. Dementsprechend rutschten die Vorzugsaktien von Volkswagen mit minus 5,59 Prozent auf 129,25 Euro an das Dax-Ende. Sie sind aber immer noch mehr als doppelt so viel wert als zum Jahresbeginn. Die Papiere von BMW büßten knapp dreieinhalb Prozent und die von Daimler 1,64 Prozent ein.

Zu den Dax-Gewinnern zählten Versicherer ohne fundamentale Nachrichten. Die Titel der Allianz legten an der Spitze des Leitindex 2,23 Prozent auf 88,09 Euro zu, für die Papiere der Munich Re ging es um 0,99 Prozent auf 112,20 Euro nach oben. Nachzügler seien an diesem Tag gekauft worden, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research.

Im Fokus standen zudem die Inhaberaktien von Deutsche Wohnen. Sie sind in den MDax aufgestiegen und lösten die Titel der Postbank ab, die wegen des zu geringen Streubesitzes aufgrund der fortschreitenden Übernahme durch die Deutsche Bank ausgeschieden waren. Am Ende verloren die Titel der Deutsche Wohnen 7,07 Prozent auf 9,20 Euro, was Börsianer mit Spekulationen um eine Übernahme der Berliner GSW Immobilien begründeten. Der Preis könnte zwischen 700 und 800 Millionen Euro liegen, schrieb die «Börsen-Zeitung».

Ein anderer Immobilienwert, Gagfah, zählte mit einem Aufschlag von 3,43 Prozent auf 6,39 Euro zu den Gewinnern im Index mittelgroßer Werte. Händler führten das darauf zurück, dass das Unternehmen für bis zu 125 Millionen Euro eigene Aktien zurückkaufen will.

Im TecDax rutschten Aktien von Carl Zeiss Meditec nach einem negativen Analystenkommentar von Cheuvreux um 2,03 Prozent auf 13,79 Euro ab. Besser lief es für die Titel des auf Leuchtdioden spezialisierten Maschinenbauers Aixtron. Dessen Aktien gewannen angetrieben von Übernahmegerüchten um 2,99 Prozent auf 27,52 Euro.

Der Eurostoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,58 Prozent bei 2818,95 Punkten. Während in Paris der Leitindex Cac 40 gleichfalls Gewinne einfuhr, musste der FTSE 100 in London Verluste hinnehmen. Der US-Leitindex Dow Jones zeigte sich zum europäischen Handelsschluss fast unverändert.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,57 (Vortag: 2,47) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,80 Prozent auf 124,80 Punkte. Der Bund Future verlor 0,95 Prozent auf 124,40 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3200 (1,3363) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7576 (0,7483) Euro.

dpa-infocom