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Leben und Arbeiten im Großraumbüro

Köln «Arbeitszeit ist Lebenszeit» lautete das Motto der Büromöbelmesse «Orgatec 2010».

Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen und effizient arbeiten. Der Arbeitsplatz wird anonym, doch abgetrennte Besprechungsinseln sollen die kreative Kommunikation fördern.

Die Privatsphäre der Mitarbeiter geht im Großraumbüro oft verloren. Trotzdem achten Arbeitgeber zunehmend darauf, den Eindruck einer «Legebatterie» zu verhindern. Gleichzeitig soll das kreative Potenzial der Angestellten mehr gefördert werden. Die Designer versuchen diesem Anspruch gerecht zu werden, indem sie Büro-Landschaften entwerfen, die einerseits multifunktionale und entpersonalisierte Arbeitsplätze anbieten. Andererseits sollen sich die Mitarbeiter gezielt in Besprechungsinseln zusammenfinden oder in abgetrennten Zellen ungestört private Gespräche führen können. Diese Entwicklung zeigte sich auf der Büromöbelmesse «Orgatec 2010» in Köln.

Nach wie vor investieren die Hersteller viel Energie in die ergonomisch perfekte Entwicklung der Büromöbel. Auch der Lärmreduzierung im Großraumbüro mittels schalldämpfender Bereiche oder schallschluckender Gardinen widmen sie sich. Parallel dazu findet eine Art «Verwohnzimmerung» des Büros statt. Inmitten einer maskulin-strengen Atmosphäre mit straff organisierten Arbeitsplätzen bilden sich verstärkt feminin angehauchte Oasen der Ruhe und der Kommunikation: für Teamwork und Kaffeeklatsch, in denen sich die menschlichen «Akkus» wieder aufladen sollen.

Dieser Bereich wird gerne mit einer italienischen Piazza verglichen - dem zentralen Marktplatz mit einem Brunnen und bunten Marktständen ringsum. Ein Ort, an dem die Mitarbeiter für kurze Zeit in eine andere Atmosphäre eintauchen können. Umgesetzt wird das zum Beispiel in Form von plüschigen Sitzecken und diskreten «Besprechungskojen». Auffällig ist auch die neue Farbigkeit, mit der die Designer ihre Möbel aufpeppen, die mit ihrer jugendlichen Frische die meist in Schwarz und Grau gehaltene Businesswelt beleben.

Für Privatangelegenheiten gibt es ebenfalls neue Konzepte. Dazu gehört die Wiederauferstehung der Telefonzellen wie beim österreichischen Büromöbelhersteller Bene, den Unternehmen Buzzispace, Studio Anttie oder Prooff. In die bunten Bereiche können sich Angestellte für ein privates Telefonat zurückziehen - auch um die Kollegen nicht zu belästigen. Der Schweizer Möbel-Konzern Vitra entwickelte außerdem Arbeitszellen, in denen man sich abschotten, in Ruhe arbeiten und sich dem Trubel des Großraumbüros entziehen kann.

Das Verschmelzen von Design und Funktion ist den Herstellern ebenfalls ein großes Anliegen. Die Bürostühle sind hochtechnisch und hyperergonomisch und muten teilweise wie ein Schleudersitz an - wie zum Beispiel «Luce» von Okamura. Der Schreibtisch von Ben van Berkel für Prooff, zu dem man sich nicht nur einfach dazusetzt, sondern mitten hinein ist ein Vorläufer der Büro-Piazza. Der österreichische Designer Manfred Wolff-Plottegg für Züco kreierte ein gepolstertes Band, das sich zum perfekten Stuhl erhebt, im nächsten Moment aber eine Skulptur sein kann. Die Kombination von Technik und Design verkörpert der imposante Besprechungstisch «S 8000» von Hadi Teherani für Thonet. Und die Multimediawand von Walter Knoll arbeitet mit Smartphone-Technologie. Von Barbara Jahn-Rösel, dpa

dpa-infocom


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