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Bagatelldelikt: Gericht gegen fristlose Kündigung

Hamm/Berlin Eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber muss verhältnismäßig sein.

Anderenfalls ist sie unwirksam. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm (Aktenzeichen: 8 Sa 711/10).

Der Chef darf Mitarbeiter nicht sofort wegen jeder Kleinigkeit hinauswerfen, und er muss bei einer Kündigung die Dauer der Betriebszugehörigkeit und die bisherige Arbeitsleistung berücksichtigen, so das Gericht. Auf die Entscheidung weist die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins hin.

In dem Fall ging es um einen Mitarbeiter in der Gastronomie der Ruhr-Uni Bochum. Ihm war vorgeworfen worden, unerlaubterweise Pommes frites und Frikadellen aus der Küche verzehrt zu haben. Davon ließ er sich auch nicht abbringen, als der Vorgesetzte ihn darauf hinwies, dass dies verboten sei. Außerdem folgte er nicht der Aufforderung seines Vorgesetzten, sich ins Büro zu begeben. Der Arbeitgeber kündigte dem Mann daraufhin fristlos.

Das sahen die Richter aber als zu hart an und erklärten die Kündigung für unwirksam. Der Verzehr der Pommes frites und der Frikadellen sei kein wichtiger Grund, der eine sofortige Entlassung rechtfertige. Denn es sei die 19-jährige Betriebszugehörigkeit zu berücksichtigen. Auch die Weigerung des Klägers, ins Büro zu kommen, sei kein ausreichender Grund. Der Arbeitgeber hätte als milderes Mittel zunächst eine Abmahnung aussprechen müssen. So hätte der Mann die Möglichkeit gehabt, sein Verhalten zu überdenken.

dpa-infocom


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