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Musik

Letztes Michael-Jackson-Album erscheint

Los Angeles/Berlin Im Heimatland des «King of Pop» steigt die Spannung: Ab 14. Dezember können die US-Fans von Michael Jackson das erste posthum veröffentlichte Album ihres Idols hören und kaufen - endlich, denn in Deutschland ist «Michael» bereits seit Freitag auf dem Markt.

Die Kritiken sind gemischt: Fans lieben die Platte, Experten beurteilen die musikalische Qualität als durchwachsen, mal gut, mal weniger gelungen.

Seine Mitstreiter sind naturgemäß voll des Lobes über das Album: «Ich glaube, er wäre sehr stolz darauf», sagte der Plattenproduzent Tricky Stewart am Wochenende der US-Zeitschrift «People». «Sonst hätte ich an dem Album nicht mitgewirkt», betonte Stewart, der bei dem Song «Keep Your Head Up» seine Hände im Spiel hatte. Claude Kelly, der mit dem Rapper Akon den Song «Hold My Hand» schrieb, versicherte: «Michael liebte alles an dem Stück».

Kelly und Stewart zählen zu einer Handvoll Produzenten und Musikern, darunter auch Rocker Lenny Kravitz und Rapper 50 Cent, die an dem Album «Michael» mitmischten. Zehn unfertige Songs, die Jackson in den Jahren vor seinem Tod im Juni 2009 geschrieben hatte, wurde von ihnen aufbereitet. Der als Perfektionist bekannte Jackson hätte dies zu Lebzeiten bestimmt nicht zugelassen, melden Kritiker des «neuen» Albums an.

Im November war bereits die erste Single, das «Hold My Hand»-Duett mit Rapper Akon, auf den Markt gekommen. Es gab auch schon eine Probe des Titels «Breaking News» auf der Jackson-Website zu hören. Jackson habe das bisher unveröffentlichte Lied im Jahr 2007 im US-Staat New Jersey aufgenommen, erklärte die Plattenfirma Sony eilfertig. Doch Familienangehörige meldeten Zweifel an. Jacksons Schwester LaToya sagte dem Internetdienst «Tmz», dass sich die Stimme in der Aufnahme nicht nach der ihres Bruders anhöre.

Der «King of Pop» habe in den letzten Jahren vor seinem Tod viele Lieder geschrieben und sein nächstes Album geplant, schrieb Sony in einer Mitteilung. Tatsächlich hatte es immer wieder Ankündigungen eines neuen, eines großen, eines wahrhaftigen Comeback-Albums von Jackson gegeben, die aber jedes Mal auch wieder von der Realität eingeholt wurden. Das letztes Studioalbum vor seinem Tod liegt denn auch schon neun Jahre zurück: «Invincible» wurde im Herbst 2001 herausgebracht.

Nun gibt es also das viel erwartete neue Album, allerdings nicht als Comeback-, sondern als Nachlass-Platte des Mannes, der am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis von Schlaf- und Betäubungsmitteln starb. So kann nicht er selbst, sondern können nur noch seine Erben, Gläubiger, Nachlassverwalter und Plattenmanager von diesem Album profitieren. Und es dürfte vermutlich nicht das letzte gewesen sein. Von Barbara Munker und Patrick T. Neumann, dpa

dpa-infocom