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Haug: Neue Motoren senken Formel-1-Kosten

Berlin Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sieht durch das neue Motorenreglement weitere Einspar-Möglichkeiten im Milliarden-Spektakel Formel 1.

Um «mindestens ein Viertel» könnten die Ausgaben für die Triebwerke sinken, wenn die vom Automobil-Weltverband FIA verabschiedeten Regeln von 2013 an greifen, sagte Haug der Nachrichtenagentur dpa. Dann sollen Vierzylinder-Aggregate die Achtzylinder-Motoren ablösen.

Die FIA hat eine neue Motorenformel beschlossen und will die Formel 1 damit grüner machen. Wie bewerten Sie die Änderungen?

Haug: «Mercedes-Benz hat an dem neuen Formel-1-Motoren-Reglement vom ersten Tag an konstruktiv mitgearbeitet und vor allem Vorschläge eingebracht - und durchgesetzt -, die ein Limit bei den zu tätigenden finanziellen Aufwendungen garantieren. Unsere Techniker in Serie und in unserem Formel-1-Team sind bestens gerüstet, effiziente Motoren und Antriebe mit extrem gutem spezifischem Verbrauch und hoher Leistung zu konstruieren und zu bauen - wie ja unsere aktuelle Serienmotorenpalette ganz eindrücklich beweist.

Es wäre falsch gewesen , ein Formel-1-Motoren-Reglement, das finanzielles Wettrüsten unter den Herstellern Grünes Licht gibt, zu befürworten. Dagegen haben wir uns wirkungsvoll eingesetzt. Jetzt gilt es sicherzustellen, dass die aktuell neben Mercedes-Benz in der Formel 1 engagierten Hersteller sich eindeutig zu einem Engagement nach Einführung des neuen Reglements verpflichten - und dass neue Wettbewerber dazukommen. Neue Regeln zu beschließen und in der Folge nicht genügend Wettbewerber zu haben, ist sicher nicht Ziel der Übung.»

Sind ein derart gravierender Einschnitt und die damit verbundenen Entwicklungskosten mit den Sparbemühungen in der Formel 1 vereinbar oder wäre ein anderer Weg denkbar gewesen?

Haug: «Absolut - wie gesagt: Wir haben uns von Stunde eins an für einen Reglementsrahmen stark gemacht, der bereits in seiner ersten Funfjahresperiode gegenüber den jetzt mit dem Achtzylinder-Motor anfallenden Kosten deutlich gesenkte finanzielle Aufwendungen garantiert. Das Ziel von Mercedes-Benz ist dabei, die aktuell mit dem Achtzylinder anfallenden Kosten um rund mindestens ein Viertel zu senken. Und dass wir sehr wohl erreichen können, was wir uns diesbezüglich vornehmen, haben wir in den letzten fünf Jahren gezeigt, als wir die Kosten für unser Formel-1-Engagement um über zwei Drittel gesenkt und die Einnahmen in unserem Team bei Sponsor- und FOM-Geldern deutlich gesteigert haben.»

Zugleich hat die FIA das strikte Teamorder-Verbot aus dem Regelwerk gelöscht. Sie waren ein Befürworter eines klaren Verbots. Wie sehen Sie diesen Schritt?

Haug: «Es ist kein Geheimnis , dass wir keine Freunde von Teamorder sind. Das wird auch so bleiben. Wir denken im Sinne des Zuschauers, und der will sehen, dass jeder Fahrer vom Start bis ins Ziel an seinem Limit fährt. Plätze tauschen wollen wir auch künftig nicht. Wir wollen - und haben - höchstmotivierte Mitarbeiter im Team wie in der Firma und genauso voll motivierte Fahrer, die wissen, dass sie stets das ihnen bestmögliche Ergebnis erreichen können.»

dpa-infocom



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