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Erste Pleite für Riesch & Co.: Podest weit weg

St. Moritz Im achten Rennen des WM-Winters ist die deutsche Podestserie gerissen: Nach ihrem ersten «schlechten Rennen» der Saison stand Maria Riesch schon längst deutlich geschlagen im Zielraum.

Zuversichtlich aber ging der Blick der Doppel-Olympiasiegerin auf die Großleinwand - die beiden großen deutschen Riesenslalom-Hoffnungen als Führende des ersten Durchgangs am Sonntag in St. Moritz/Schweiz standen noch oben.

Sie würden die «Kohlen schon aus dem Feuer holen» war sich Riesch gewiss. Dann schied aber erst Weltmeisterin Kathrin Hölzl aus, danach fiel auch noch Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg von Platz eins auf Rang zehn zurück. Zum ersten Mal im WM-Winter durften die deutschen Damen das Podest, das begleitet von den Klängen der französischen Hymne die neue Disziplin-Führende Tessa Worley als Siegerin bestieg, nur aus der Ferne ansehen.

«Da ist man richtig enttäuscht, wenn man mit so einer Ausgangssituation so ein Rennen noch versemmelt», sagte Wolfgang Maier, Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes (DSV). Neun Podiumsränge in sieben Rennen lautete vor der Europa-Rückkehr des alpinen Ski-Weltcups die eindrucksvolle DSV-Bilanz im WM-Winter - und die Doppelführung von Rebensburg und Hölzl nach Lauf eins hatte die Hoffnungen auf weitere Erfolge genährt.

«Man sollte das Fell des Bären eben erst verteilen, wenn der Bär auch tot ist», betonte Maier. Dass der Wind im Nobelskiort, der den Start des zweiten Riesenslalom-Durchgangs nach hinten verzögert und eine Verlegung des am Vortag geplanten Super-G nach Val d'Isère notwendig gemacht hatte, bei den letzten Läuferinnen aufgefrischt war, wollte keiner als Ausrede geltenlassen.

«Es war klar, dass irgendwann das erste schlechte Rennen der Saison kommt», sagte Riesch, die sich am Ende mit dem 19. Platz begnügen musste. Im Gesamtweltcup liegt die 26-Jährige nach zwei Siegen und insgesamt fünf Podestplätzen im Winter weiter vorn. Konkurrentin Lindsey Vonn verkürzte im Rennduell auf 2:6. Während Susanne Riesch und Veronique Hronek im ersten Durchgang ausschieden, punktete Lena Dürr auf dem 21. Rang.

Wenige Minuten nach der Enttäuschung konnte Rebensburg im Ziel wieder lächeln. Bei schwierigeren Bedingungen sei sie «ein bisschen blöd» gefahren, sagte die Vancouver-Olympiasiegerin, die aber Zuversicht aus dem ersten Durchgang zog. «Es wäre auch Wahnsinn, wenn ich jedes Rennen aufs Podium fahren würde - und das Wichtigste der Saison kommt noch.» Auch wenn es diesmal nicht klappte und die Führung im Disziplin-Weltcup verloren ging: Seit dem Sieg bei den Winterspielen hat sich die 21-Jährige weiter entwickelt. «Das war vielleicht ein bisschen eine Initialzündung. Das hat Selbstvertrauen und Auftrieb gegeben.»

Hölzl, die bei einem Schlag den Stock zwischen die Beine bekam und nur «froh war, dass es mich nicht geschmissen hat», konnte aus der Schweizer Höhe wenigstens weitere Gewissheit mitnehmen. Die Muskelprobleme, wegen derer sie kein Krafttraining machen kann, hindern sie nicht an Topleistungen. «Ich fühle mich jetzt nicht schwach», sagte die 26-jährige Bischofswiesenerin, die genügend Substanz aufweist. «Ich habe die letzten Jahre auch sehr viel und sehr gut trainiert.»

dpa-infocom


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