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Bewährungstest für Labbadia - Bayer mit B-Elf

Berlin Rein sportlich hat der letzte internationale Auftritt für den VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen vor der Winterpause kaum noch Bedeutung.

Beide Bundesligisten haben sich für die nächste Runde in der Europa League bereits qualifiziert.

Doch zumindest Bruno Labbadia kann sich bei seinem ersten Auftritt als VfB-Trainer beim Gruppenfinale gegen Schlusslicht Odense BK bewähren. Der Bundesliga-Zweite Bayer schickt gegen Titelverteidiger Atlético Madrid gar eine B- Elf auf den Platz.

Die Stuttgarter betrachten das Spiel gegen den Gruppenletzten als einen willkommenen Test vor dem Liga-Knüller gegen Bayern München. «Ich sehe das nicht als Belastung und auch nicht als unnötigen Test. Für mich ist jedes Spiel immer etwas Besonderes», sagte Labbadia und räumte dem Duell einen großen Stellenwert ein.

Aber auch Labbadia hatte trotz seiner allgemeinen Lobpreisungen über «die Ehre» und «den unglaublichen Reiz, sich mit internationalen Mannschaften zu messen», Mühe, die Partie gegen Odense als echte Herausforderung zu verkaufen. «Wir nehmen das Spiel sehr ernst», versicherte der 44-Jährige, der an seinen bislang vier intensiven Arbeitstagen sein Hauptaugenmerk auf Geschlossenheit, mehr Dynamik und schnelle Spielabläufe gelegt hat. Er räumte jedoch ein, dass der eigentliche Reiz erst in der nächsten Europacup-Runde beginne.

Torhüter Sven Ulreich sieht die Chance, mit einem Erfolg «Selbstvertrauen für das Bayern-Spiel» zu tanken. Abgesehen von der jüngsten Niederlage gegen Young Boys Bern habe der VfB mit vier Siegen überzeugt. «Wenn wir mit Spaß und Freude an die Sache rangehen, werden wir auch das letzte Gruppenspiel gewinnen», sagte er. «Der nervliche Druck ist nicht so hoch wie in der Bundesliga.» Für Labbadia geht es neben dem angestrebten Sieg und damit einem guten Einstand ebenfalls darum, «Selbstvertrauen zu holen» für den knallharten Kampf um den Klassenerhalt.

Für Leverkusen ist der SC Freiburg eine größere Herausforderung als Atlético. «Für uns ist es wichtig, die Spannung für das letzte Bundesliga-Hinrundenspiel gegen Freiburg hoch zu halten. Wir wollen uns mit einer vernünftigen Leistung aus der Gruppenphase verabschieden», sagte Sportchef Rudi Völler vor dem letzten und für die Werkself unbedeutenden Gruppenspiel.

«Wir werden dennoch ordentlich gegen Atlético spielen», kündigte Völler an. Eine Bayer-B-Auswahl dürfte diese Aufgabe übernehmen. «Cheftrainer Jupp Heynckes wird wieder rotieren», sagte Völler, «doch die Spieler, die sonst nicht so viel eingesetzt werden, werden brennen.» Mittelfeldmann Lars Bender ist jedenfalls heiß auf die Spanier: «Sie werden von der ersten Minute an Druck machen, doch wir werden dagegenhalten.»

Der Bundesliga-Zweite muss auf jeden Fall Nationaltorhüter René Adler ersetzen. Der 25-Jährige hat das Fußball-Jahr 2010 beendet und wird sowohl gegen die Spanier als auch am Sonntag gegen Freiburg fehlen, um Probleme mit den Patellasehnen auszukurieren. In beiden Partien wird Fabian Giefer im Tor stehen.

dpa-infocom


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