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Stürmische Zeiten: Dachziegel und Fenster kontrollieren

Berlin Stürme können Gebäuden schwer zusetzen. Doch nicht immer sind Schäden sofort ersichtlich - etwa, wenn ein Ziegel unmerklich verrückt.

Dann drohen hohe Folgekosten. Ungesicherte Ziegel können aber auch herabstürzen und Vorübergehende gefährden.

Orkane sorgen im Herbst oft für Schlagzeilen. Unwetter drohen auch außerhalb dieser Jahreszeit. Auf Dächern werden dann nicht selten schwere Ziegel angehoben, die sich verschieben können. «Damit ist das Dach nicht nur offen für Regen, sondern auch eine Gefahr für Passanten», warnt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Stark beansprucht von schweren Stürmen werden auch Fassadenverkleidungen. Häufig lösen sich Schindeln oder sogar Bretter aus dem Giebelfeld. Rings um Dachgauben könnten sich Teile lockern, ebenso Kaminverkleidungen.

«Nach größeren Stürmen sollte Hausbesitzer immer ihr Dach checken und Sturmschäden schnell beseitigen», rät Christian Anders vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks. Sei ein offensichtlicher Schaden entstanden, sollten Hausbesitzer aber nicht selbst aufs Dach steigen. Denn für Ungeübte seien Dacharbeiten zu gefährlich. In diesem Fall sollte ein Handwerker beauftragt werden. Laien könnten Schäden am Dach nur schwer erkennen, besonders wenn Dächer ausgebaut sind.

Durch verschobene Ziegel findet Regen schnell den Weg ins Hausinnere. Feuchte Stellen sollten deshalb unbedingt repariert werden, rät Reinold- Postina. Sonst würden aus kleinen Ursachen teure Bauschäden etwa in Form von durchfeuchteter Dämmung und Schimmelpilzbildung. Im schlimmsten Fall können nur unabhängige Bausachverständige eine Schadensanalyse erstellen.

Sturmschäden bleiben nicht auf das Hausdach beschränkt. «Kritisch checken sollten Hausbesitzer auch Regenrinnen und Fallrohre, an denen Äste und Bäume gescheuert haben und diese gelöst haben könnten», so Reinhold-Postina. Das gilt auch für Solaranlagen.

Geprüft werden sollten auch Balkontüren, Fenster, Rollläden und deren Führungsschienen. Starker, vor allem böiger Wind kann sie aus der Verankerung reißen. Stürzen große Bäume um, verursachen sie meist nicht nur überirdisch Schäden. Je nachdem, wie tief sie wurzeln, können sie im Erdreich Strom- und Gasleitungen oder sogar Wasserleitungen anheben, dabei aufreißen und zerstören. Immobilien richtig versichern Sturmschäden am Haus werden von der Wohngebäudeversicherung abgedeckt. «Fliegen durch einen Sturm Dachziegel herab oder hebt gleich das gesamte Dach ab, ist die sogenannte verbundene Gebäudeversicherung in der Pflicht», sagt Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die verbundene Gebäudeversicherung umfasse Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Hagel und Sturm. Die Versicherung zahle bei Schäden aber erst ab Windstärke acht. Der Versicherungsnehmer sei verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten.

Auch der Hausrat ist gegen Sturm versichert, falls eine Hausratversicherung besteht. Diese Police schützt die beweglichen Gegenstände in der Wohnung. Sie schützt die Versicherten zum Beispiel dann, wenn der Sturm ein Fenster eindrückt, dadurch Wasser eindringt und Möbel beschädigt. Doch auch hier gilt: Der Versicherungsnehmer muss seinen Sorgfaltspflichten nachkommen. «Wenn ein Sturm zu erwarten ist, man das Fenster trotzdem offen lässt und dann Wasser in die Wohnung läuft, ist das fahrlässig», sagt Rüter de Escobar.

Für Unglücksfälle - etwa wenn bei leichtem Sturm Dachziegel auf ein geparktes Auto fallen - ist die Privathaftpflichtversicherung da, heißt es bei der Stiftung Warentest. Jeder Hausbesitzer sollte deshalb eine haben. Für vermietete Immobilien gebe es eine separate Grundbesitzerhaftpflicht. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom



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