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Weihnachtsgruß per Brief ein Renner

München Im Alltag vielfach vom digitalen Gruß verdrängt, kommt er zur Weihnachtszeit wieder zum Vorschein: der Brief.

Die große Welle der Weihnachtspost bringt aber auch Probleme mit sich.

Er ist fast verdrängt von E-Mails und digitalen Grüßen, die durch soziale Netzwerke sausen. Aber zur Weihnachtszeit erlebt der handgeschriebene Brief alljährlich eine Renaissance. Dabei werden die Menschen richtig kreativ. Glänzende, glitzernde, oder handgebastelte Umschläge landen millionenfach in den Briefkästen.

Schon Wochen vor den Festtagen verdoppelt sich in Deutschland die Postmenge auf täglich rund 145 Millionen Briefe und die Paketzahl verdreifacht sich. Das sorgt bei den Briefzustellern für eine Menge Arbeit. Und auch die modernsten Sortieranlagen stoßen vor den Feiertagen an ihre Grenzen.

Der klassische Brief ist in der digitalen und vernetzten Welt zu einem Symbol der Wertschätzung geworden. Doch etwa eine in dunkelrot oder mit goldfarbenem Gel-Stift auf einen roten Briefumschlag geschriebene Adresse kann den Postsortieranlagen zu schaffen machen: Knapp zehn Prozent der täglich verschickten rund 70 Millionen Briefe in Deutschland können die Maschinen nicht lesen. «Dieses Jahr haben wir das besser im Griff», sagt der Leiter des Münchner Briefzentrums, Philipp Kühn. Das Verteilzentrum für Post gehört zu den größten Deutschlands, insgesamt gibt es 82. Erst kürzlich investierten die Münchner in modernere Sortieranlagen. Diese können nicht nur Handschriften besser lesen, sie analysieren und erkennen auch arabische oder kyrillische Schrift.

Die Deutsche Post hat bundesweit zwischen 400 und 500 Millionen Euro in neue Standard- und Kompaktbriefsortiermaschinen und Großbriefsortieranlagen gesteckt. Der Pressesprecher des Briefzentrums München, Gerold Beck, ist sicher, dass langfristig zwar weniger Briefe verschickt werden, das beschriebene Blatt im Kuvert aber bleiben wird. Dabei gibt es einen Wandel: Der Handel im Internet belebe vor allem das Paketgeschäft, außerdem gebe es mehr Großbriefe. Online-Händler sendeten etwa immer mehr Kataloge an ihre Kunden.

Bis Mitte der 80er Jahre gab es in Deutschland keine automatisierte Briefsortierung. Laut Siemens schafften die Postmitarbeiter damals, in einer Stunde etwa 300 Briefe per Hand zu sortieren. High-Tech-Anlagen hingegen ordneten heute in der gleichen Zeit etwa 55 000 Briefe, die aus Briefkästen und Postfilialen in den Briefzentren landeten. «Brief- und Paketpost ist lange nicht wegzudenken aus unserem Leben», sagt der Bereichsleiter bei Siemens, Stefan Keh, der kürzlich mehr als 370 der Anlagen an die Deutsche Post verkaufte. «Es ist definitiv kein sterbendes Geschäft.» Von Özlem Yilmazer, dpa

dpa-infocom



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