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Tiere       » News         » Tipps zur Tierhaltung

Mehrere Hunde eignen sich nur für geübte Halter

Bonn/Gerlingen Aus eins mach zwei: Viele Hundebesitzer schaffen sich einen weiteren Vierbeiner an.

Doch nicht immer gibt es ein Happy-End. Denn ob die Tiere sich verstehen, hängt stark von ihrem Charakter ab.

Hunde zählen zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Doch immer mehr Tierfreunde geben sich mit einem Exemplar dieser Gattung nicht mehr zufrieden. So geht der Trend zum Zweit- oder sogar Dritthund. Doch viele sind mit der Haltung schnell überfordert.

Dem Vorhaben, einen zweiten Hund in die Familie zu holen, geht oft der Irrtum voraus, dass sich der eigene Vierbeiner über einen Artgenossen freuen würde. Dabei gehören Hunde nicht zu den Tierarten, die unbedingt mit ihresgleichen zusammenleben müssen, weiß Nadja Kutscher: «Hunde sind domestizierte Tiere, die stark auf den Menschen fokussiert sind. Deshalb stört es sie oft auch nicht, wenn sie allein gehalten werden», sagt die Mitarbeiterin der Tierrechtsorganisation PETA in Gerlingen in Baden-Württemberg.

Hunde können außerdem schnell eifersüchtig auf andere werden. «Dabei hat die Eifersucht nichts mit der von uns Menschen zu tun», sagt Henriette Mackensen von der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München. «Ihnen geht es darum, ihre Ressourcen zu sichern - das Futter oder den angestammten Rang in der Familie.»

«Jedoch ist und bleibt der Hund ein Rudeltier, das sich über den Kontakt zu anderen Hunden freut, mit denen er toben, kuscheln, spielen und 'sprechen' kann», sagt Nadja Kutscher. Dafür müsse das Tier aber nicht unbedingt mit ihnen zusammenleben, meint auch Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn.

Wer sich einen zweiten Hund zulegen möchte, sollte sich vorher überlegen, was damit alles auf ihn zukommt. «Wichtig ist, ob der Ersthund überhaupt für die Rudelhaltung geeignet ist», sagt Katrin Umlauf. Ist er sozialisiert aufgewachsen und kommt er gut mit Artgenossen aus, wenn sie im Haus sind?

Die Halter sollten sich außerdem darüber im Klaren sein, dass zwei Hunde nicht einfacher zu handhaben sind als einer, sagt Umlauf. Ihrer Ansicht nach eignen sich Zweithunde nur für Halter, die sich mit den Tieren sehr gut auskennen.

Viele machen sich anfangs vor allem über die Konstellation Gedanken: Sicher sei es in vielen Fällen einfacher, einen Welpen zu einem ausgewachsenen Hund zu vergesellschaften, sagt Nadja Kutscher. Rüde und Hündin verstehen sich oftmals besser als zwei Rüden. «Pauschal kann man jedoch zu keiner festen Konstellation raten. Wie gut sich die Tiere verstehen, hängt ganz von ihrem Charakter ab.»

Den richtigen Zeitpunkt für einen Zweithund gibt es nicht, glaubt die Tierschützerin. «Voraussetzung ist, dass die Chemie zwischen den Tieren stimmt. Hunden, die sehr ängstlich oder zurückgezogen sind, kann ein Artgenosse mit starkem Selbstbewusstsein als Stütze dienen», so Kutscher. Jedoch sollte man darauf achten, dass der schüchterne Part nicht unterdrückt wird.

Oft machen Halter den Fehler , dem Neuankömmling mehr Aufmerksamkeit zu widmen als dem Ersthund. Dabei sollte es genau umgekehrt sein. «Der alteingesessene Hund muss immer wissen, dass der Neue keine Gefahr für seinen Status in der Familie ist», sagt Henriette Mackensen.

Die Expertin vom Deutschen Tierschutzbund rät allen Hundehaltern, die sich einen Zweithund zulegen wollen, beide Tiere erstmal auf neutralem Boden zusammenzuführen. Geht man mit ihnen öfter mal spazieren, wird sich bald zeigen, ob sich beide gut verstehen. Bei richtiger Vorbereitung steht einem harmonischen Zusammenleben nichts mehr im Wege. Zweithund aus dem Tierheim holen Wer einen zweiten Hund bei sich aufnehmen möchte, sollte anstatt zum Züchter lieber ins Tierheim gehen. Dort können Halter in «Schnupperstunden» testen, ob die Chemie zwischen den Tieren stimmt, rät Nadja Kutscher von der Tierrechtsorganisation PETA. Von Manja Greß, dpa

dpa-infocom



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