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Fußball

Hoffnung auf Weihnachtsgeld - Absage in Offenbach

Frankfurt/Main Mit einem üppigen Weihnachtsgeld wollen sich die Achtelfinalisten im DFB-Pokal für die verkürzte Winterpause entschädigen, doch zwei Teams hängen an den Feiertagen in der Warteschleife.

Eis und Schnee sorgten für die Absage der Partie des Fußball-Drittligisten Kickers Offenbach gegen den 1. FC Nürnberg, die am 18. oder 19. Januar nachgeholt werden soll. «Wir hätten dieses Highlight vor Weihnachten gerne gehabt, aber unter diesen Bedingungen konnte kein normales Spiel stattfinden. Es war eine Entscheidung der Vernunft», sagte Offenbachs Sportmanager Andreas Möller.

Im zweiten Duell «David gegen Goliath» will die TuS Koblenz am Dienstag gegen Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern eine Sensation schaffen und die Vereinskasse füllen. Allein das Erreichen des Viertelfinales garantiert 1,125 Millionen Euro. Diese Summe würde im besten Fall durch TV-Gelder in Höhe von 594 000 Euro aufgestockt.

Für den finanziell klammen Drittligisten ist es das «Spiel des Jahres», das innerhalb eines Tages mit 15 000 Zuschauern ausverkauft war. Doch ähnlich wie in Offenbach hat der Winter den Gastgeber im eisigen Würgegriff. Die Rasenheizung wurde zwischenzeitlich nicht mehr Herr der Schneemassen, die am Sonntag vom Himmel fielen. «Wir werden alles tun, damit die Partie unter regulären Bedingungen über die Bühne gehen kann», versprach TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos.

Vor allem für die unterklassigen Teams, zu denen auch der FC Augsburg gehört, sind die Pokal-Einnahmen ein lukratives Zubrot. Der Zweitliga-Spitzenreiter empfängt am Dienstag den deutschen Vizemeister Schalke 04, der mit großem Respekt nach Schwaben reist. «Das ist ein Gegner wie in der Bundesliga», sagte Trainer Felix Magath.

Für das Schalker Star-Ensemble geht es nicht nur um einen Platz unter den letzten acht Teams, sondern auch um eine Verlängerung der von Magath gekürzten Winterpause. «Wir warten das Spiel ab. Die Spieler entscheiden selbst mit ihrer Leistung und ihrem Auftreten, wie der Umgang mit ihnen ist», sagte der Coach. Nach dem 0:5-Debakel im Bundesligaspiel beim 1. FC Kaiserslautern am 27. November hatte Magath die Winter-Ferien auf fünf Tage zusammengestrichen. «Vielleicht bekommen wir noch den einen oder anderen Tag frei», sagte Peer Kluge.

Im Bundesligaduell 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach geht es für die Gäste um den versöhnlichen Abschluss einer völlig verkorksten Hinrunde. Die Vorzeichen stehen jedoch schlecht: Nach der Suspendierung von Stürmer Raul Bobadilla strich Trainer Michael Frontzeck nun auch noch Mohamadou Idrissou aus dem Kader. Der zuletzt verletzte Angreifer erhielt wegen kritischer Äußerungen über den Verein zudem eine Geldstrafe und eine Abmahnung. «Wenn jemand meint, er müsse sein Ego über die Mannschaft stellen, dann hat er bei mir keine Chance», sagte Frontzeck.

Doch auch beim Gegner herrscht Unruhe. 24 Stunden vor der Partie erteilte Mäzen Dietmar Hopp dem Brasilianer Luiz Gustavo einen Freifahrtschein für einen Wechsel zum FC Bayern München. «Es ist sonnenklar, dass Gustavo im Sommer zu den Bayern gehen wird. Es wäre unfair, ja geradezu unmoralisch, wenn wir ihm die Karriere verbauen würden», sagte Hopp der «Rhein-Neckar-Zeitung».

Hopp würde den 23-Jährigen sogar schon in der Winterpause ziehen lassen. «Wenn wir gleichwertigen Ersatz bekommen, kann er schon jetzt gehen», sagte der Mäzen. Allerdings räumte er ein: «Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, wird mit jedem Tag geringer.» Trainer Ralf Rangnick will den Defensiv-Allrounder, dessen Einsatz wegen einer Adduktorenverletzung stark gefährdet ist, dagegen auf keinen Fall schon in der Winterpause abgeben.

Der Rekord-Pokalsieger aus München, der wohl 15 Millionen Euro für Gustavo überweisen müsste, greift erst am Mittwoch ins Geschehen ein. Drei Tage nach dem spektakulären 5:3 wollen die in der Meisterschaft dem Herbst-Champion Borussia Dortmund hinterherhechelnden Bayern das Jahr mit einem Sieg beim VfB Stuttgart abrunden. Den Schwaben droht bei einem Scheitern dagegen ein unruhiges Weihnachtsfest.

dpa-infocom


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