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Der teuerste Sportwagen der Welt

Dorlisheim Der «Veyron», der wohl teuerste Sportwagen der Welt, ist nichts für Aufschneider.

Nur richtig Reiche können sich diese Rakete auf Rädern leisten. Gebaut wird er natürlich auch in keiner banalen Fabrik, sondern in einem «Atelier» im Elsass.

Auf dem Firmengelände von Bugatti bei Straßburg werden die Kunden in einem Schloss empfangen. Denn wer 1,2 Millionen Euro für ein Auto ausgibt, der erwartet auch eine Behandlung erster Klasse. Techniker Edouard Klein ist bei dem zum VW-Konzern gehörenden Autohersteller für den «Veyron» zuständig - den wohl teuersten Sportwagen der Welt. Vor Weihnachten hat er alle Hände voll zu tun. Der 39-jährige Straßburger muss noch zwei der Flitzer ausliefern. «Ein Kunde in Malaysia will den Wagen unbedingt vor Weihnachten haben und den zweiten muss ich als Geschenk nach Zürich bringen». An 120 Tagen im Jahr jettet Klein durch die Welt, um die Sonderwünsche von «Veyron»-Besitzern zu erfüllen.

Der Wagen hat sieben Gänge, schafft 407 Kilometer in der Stunde und hat 1001 PS. Von 0 auf 100 Stundenkilometer schafft er es in 2,5 Sekunden. Ein «normaler» Sportwagen braucht mindestens doppelt so lange. Weil das kein handelsüblicher Reifen aushält, mussten Sonderexemplare entwickelt werden.

Im lichtdurchfluteten «Atelier» im französischen Dorlisheim werden pro Jahr etwa 75 der Autos gebaut. Seit Beginn der Produktion im Jahr 2005 wurden 260 Stück gefertigt. Den niedrigen Gefährten mit den charakteristischen Lufteinlass-Röhren begegnet man hierzulande jedoch selten. «Auf den Straßen sieht man ihn in London und Los Angeles», sagt ein Firmensprecher.

Das Spitzenprodukt ist der «Veyron Super Sport», dessen Produktion zum Jahreswechsel anläuft und für den bereits 25 Bestellungen vorliegen. Er hat 1200 PS und fährt in der Spitze 415 Kilometer in der Stunde. «Er ist härter abgestimmt, direkter in der Lenkung und eine Weiterentwicklung in Richtung Sportlichkeit», sagt der Firmensprecher. Im Leerlauf klingt der Motor satt und dunkel, so wie ein Powerboot.

Für den Italiener Ettore Bugatti , der 1909 ins benachbarte Molsheim kam, waren Autos schon immer Kunstwerke. Nach dem Konkurs 1998 hat VW der Marke neues Leben eingehaucht und 2005 begann die Serienproduktion. Seinen Namen hat der Superflitzer vom französischen Rennfahrer Pierre Veyron (1903-1970), der seinerzeit für Ettore Bugatti Rennen fuhr.

Mit Sonderausstattung klettert der Preis sehr schnell um mehrere 100 000 Euro. Die feinste Innenausstattung mit Ledersitzen kommt vom Pariser Luxusgüteranbieter Hermès. Und was die Karosserie angeht, so ist das Nonplusultra reine Kohlefaser mit Klarlack. Haben die Besitzer da keine Angst vor Kratzern oder neidischen Passanten? «Das ist noch nie passiert. Auch der größte Vandale bleibt ehrfürchtig vor diesem Auto stehen», sagt der Firmensprecher.

Unter den Besitzern sind kaum Promis wie Fußballer oder Schauspieler. «Für die ist das Auto zu teuer, die bleiben in der Kategorie Porsche oder Ferrari. Einen "Veyron" kaufen sich nur ernsthaft reiche Leute, meistens Industrielle», sagt der Sprecher. 30 Prozent der Produktion gehen in die USA, ein weiteres Drittel nach Nahost - in Richtung Dubai, Katar oder Saudi-Arabien. Dann kommen Großbritannien, Deutschland und die Schweiz.

Und für bescheidene Ansprüche gibt es im Schloss Saint Jean in Dorlisheim auch kleine Modelle für den Wohnzimmerschrank. Die kosten lediglich 4000 Euro das Stück. Von Petra Klingbeil, dpa

dpa-infocom


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